Garching bei München und Aschaffenburg erhalten Auszeichnung 'Fahrradfreundliche Kommune'

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Garching bei München und Aschaffenburg erhalten Auszeichnung 'Fahrradfreundliche Kommune' Joachim Herrmann - stmi.bayern.de
(BVP) Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen:Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck zeichnet Aschaffenburg und Garching bei München als neue 'Fahrradfreundliche Kommunen' aus - Top-Ergebnisse beim bundesweiten STADTRADELN 2017 - Bayern Radlland Nummer eins.

Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat heute in Augsburg den Städten Aschaffenburg und Garching bei München das Zertifikat 'Fahrradfreundliche Kommune in Bayern' verliehen. Wie Eck auf der Auszeichnungsveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann betonte, machen sich beide Städte für Radler besonders stark und gehören damit zu den Aushängeschildern Bayerns beim Radverkehr. Beide Kommunen sind Mitglieder der 'Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern' (AGFK Bayern). Ebenfalls sehr erfreulich ist laut Eck, dass die AGFK Bayern mit zwölf neuen Mitgliedern allein in diesem Jahr nochmals deutlichen Zuwachs bekommen hat: "Mit aktuell 61 Mitgliedern vertritt die AGFK Bayern damit mehr als 5,2 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der bayerischen Bevölkerung." Sehr erfolgreich ist nach Ecks Worten auch die bundesweite Kampagne 'STADTRADELN 2017' verlaufen. Mit 193 kamen knapp ein Drittel aller teilnehmenden Kommunen aus Bayern. Fast 49.000 bayerische Radlerinnen und Radler haben mehr als 9,6 Millionen Kilometer zurückgelegt. "Alles in allem ist Bayern das Radlland Nummer eins in Deutschland", zog Eck als Fazit.

Der Verkehrsstaatssekretär lobte die Stadt Aschaffenburg für ihr umfassendes Radverkehrskonzept mit einer Reihe von wichtigen Projekten. Besonders gelungen ist in Ecks Augen die Umgestaltung der vierspurigen Schillerstraße in eine Straße mit zwei Kfz-Spuren und zwei breiten Radfahrstreifen: "Eine bessere Einladung, auf das Fahrrad umzusteigen, kann es nicht geben." Auf den Verkehrsflächen sei der Radverkehr zudem durch 100 große Piktogramme auf dem Boden jetzt deutlich präsenter. Zur Steigerung des Komforts gebe es außerdem an vielen Ampeln Haltegriffe für wartende Radler. Ebenfalls großgeschrieben wird laut Eck die gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr. Beispielsweise ist die Aschaffenburger Fußgängerzone eine ‚Miteinanderzone‘, in der das Radfahren erlaubt ist und die mit dem Deutschen Fahrradpreis 2015 ausgezeichnet wurde.

Auch die Stadt Garching hat nach Ecks Worten ein überzeugendes Radverkehrskonzept vorgelegt, beispielsweise mit dem Bau umfangreicher und moderner Fahrradabstellanlagen sowie mit dem 'Mängelmelder', über den sich die Bürgerinnen und Bürger direkt und schnell an die Verwaltung wenden können. "Ein gutes Beispiel in Garching ist auch die frühzeitige Berücksichtigung des Radverkehrs in der Bauleitplanung", führte Eck an. So soll in einem geplanten Baugebiet am nördlichen Standrand der Radverkehr die Vorfahrt bekommen. Außerdem seien im Ortsteil Dirnismaning und im Gewerbegebiet Hochbrück bereits Verbesserungen bei der Infrastruktur für Radlfahrer in die Wege geleitet worden.

Abschließend ging der Verkehrsstaatssekretär auf das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 ein: "Darin stellen wir Maßnahmen vor, das Fahrrad auch im Alltag als Verkehrsmittel noch stärker zu etablieren." Ziel sei, bis 2025 den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in Bayern auf 20 Prozent zu steigern. "Ganz besonders wichtig ist uns der Ausbau des Radwegenetzes in Bayern", hob Eck hervor. Bayern will bis 2025 jährlich rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in Radwege an Bundes- und Staatsstraßen investieren.

Nähere Informationen zu den Auszeichnungen 'Fahrradfreundliche Kommune in Bayern' und die Ergebnisse des diesjährigen bundesweiten STADTRADELN-Wettbewerbs können unter www.agfk-bayern.de/auszeichnungsveranstaltung abgerufen werden.

Quelle: stmi.bayern.de

1 Kommentar

  • Horst

    Vielleicht sollte man nicht nur Politiker sondern Fahrradfahrer fragen, ob sie Ihre Kommune fahrradfreundlich finden (das hat der ADFC im Fahrradklimatest gemacht und dabei kam Aschaffenburg gar nicht gut weg... - Schulnot 4,0 und Platz 66 von 98). In Aschaffenburg würde definitiv kein Radler unterschreiben, dass es eine fahrradfreundliche Stadt sei. Es gibt noch nicht mal eine Beschilderung für Radrouten innerhalb der Stadt, von durchgängigen Radwegen ganz zu schweigen. Da hilft auch eine 1km lange 3m breite Fahrradautobahn in der Schillerstraße nicht, denn sie endet jäh auf einem 1,5m breiten Bürgersteig und einer 3-stufigen Ampelkreuzung. Keine Frage: Dieser Radweg ist wertvoll, weil er passgenau auf den Schulweg ausgelegt ist - hilft damit bei den meisten Routen durch die Stadt aber leider gar nicht. Ein weiteres Beispiel: Es gibt am Bahnhof unbeleuchtete Fahrradabstellanlagen, in welchen Vandalismus und Diebstahl an der Tagesordnung ist.
    Was auch zweifelhaft ist: Die gute Beteiligung beim Stadtradeln muss herhalten für das Eigenlob der Politiker. Die Hoffnung der Teilnehmer ist eine ganz andere: Über die hohe Beteiligung mehr Lobby-Gewicht erlangen, um endlich mehr zu erreichen.

    Horst Mittwoch, 25. Oktober 2017 17:21 Kommentar-Link

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