Winterprobleme bei Münchner S-Bahn: SPD bringt das Thema vor den Landtag / Fraktionschef Markus Rinderspacher fordert Aufklärung von der Staatsregierung

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Winterprobleme bei Münchner S-Bahn: SPD bringt das Thema vor den Landtag / Fraktionschef Markus Rinderspacher fordert Aufklärung von der Staatsregierung Markus Rinderspacher - markus-rinderspacher.de
(BVP) Nach den gravierenden Winterproblemen bei der Münchner S-Bahn fordert der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher Aufklärung. In den letzten Tagen waren reihenweise Züge ausgefallen, massive Verspätungen waren an der Tagesordnung, zentrale Bahnhöfe und wichtige Strecken waren gesperrt. "Das S-Bahn-Chaos im Verantwortungsbereich des Freistaats wird ein parlamentarisches Nachspiel haben", sagt Rinderspacher, "die Staatsregierung hat die Pendler sehendes Auges dem winterlichen Verkehrsdurcheinander bei der S-Bahn ausgesetzt. Die Pannenserie ist politisch hausgemacht."

Rinderspacher wirft der Staatsregierung "schmerzhafte Nachlässigkeit" vor, sie vernachlässige ihre Regierungsaufsicht gegenüber den bayerischen Verkehrsunternehmen und lasse bayerische Bahnkunden im Stich: "Bayern bestellt den S-Bahnverkehr und bezahlt dafür. Die Staatsregierung muss ihre Kontrollpflichten wahrnehmen und bei den Verkehrsunternehmen im eigenen Verantwortungsbereich auf Verbesserungen pochen."

Dabei hält er auch eine bessere Informationspolitik gegenüber den Kunden für zwingend. "Wenn tausende wartende Pendler auf den Bahnsteigen frieren und bibbern, brauchen sie wenigstens verlässliche Ansagen, ob und wann die S-Bahn kommt." Es gehe auch um die Frage, inwieweit die Stammkunden durch Preisnachlässe für die Chaostage entschädigt werden können.

Noch im letzten November hatte Rinderspacher einen 45 Fragen umfassenden parlamentarischen Katalog an die Staatsregierung geschickt, wie es um die Winterfestigkeit des Schienenverkehrs in Bayern bestellt sei. Der SPD-Politiker erkundigte sich nach dem Ausbaustand spezieller Heizeinrichtungen in betriebswichtigen Weichen, den Fahrzeugreserven, der Bereitstellung von Schneeräumfahrzeugen, den Kapazitäten für Enteisungsanlagen, dem Problem eingefrorener Toiletten und nicht funktionierender Heizungen in den Zügen und anderen spezifischen Problemen mehr.

Rinderspachers Fragen waren von der Staatsregierung größtenteils unbeantwortet geblieben, es gebe keine Berichts- und Dokumentationspflichten der Eisenbahnunternehmen gegenüber dem Freistaat. Staatssekretär Eck hatte gar behauptet, die im Winter entstandenen Zugausfälle lägen deutlich unter den Jahresdurchschnittswerten, "größere spezifische Besonderheiten durch Wintereinflüsse bei der Pünktlichkeit des Schienenpersonennahverkehrs lassen sich in den letzten Jahren nicht ableiten."

Quelle: Bayern SPD Landtagsfraktion

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