GRAF/ FRIEDERICI/ BENTELE: Teilung Lichtenrades verhindern – Senat muss sich dringend für eine Tunnellösung aussprechen

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GRAF/ FRIEDERICI/ BENTELE: Teilung Lichtenrades verhindern – Senat muss sich dringend für eine Tunnellösung aussprechen Florian Graf - CDU Fraktion Berlin - Tobias Koch
(BVP) Florian Graf, Vorsitzender der CDU-Fraktion, Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, und Hildegard Bentele, Lichtenrader Wahlkreisabgeordnete der CDU-Fraktion, erklären: „Das Drama um die Untertunnelung Lichtenrades zieht sich bereits seit 20 Jahren durch die Berliner Verkehrsgeschichte. Im Juni wird das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Klage von Anwohnern gegen das Planfeststellungsverfahren erwartet. Gemeinsam mit vielen Lichtenradern tritt die CDU-Fraktion Berlin für die Tunnellösung der Dresdner Bahn ein. Erneut haben wir für die morgige Plenarsitzung einen Parlamentsantrag in das Abgeordnetenhaus von Berlin eingebracht, um den Senat zu einer eindeutigen Position im Sinne der 50.000 betroffenen Menschen in Lichtenrade zu bewegen.

Eine ebenerdige Trassenführung birgt eine ganze Reihe von Nachteilen, welche die Lebensqualität der Menschen massiv verschlechtern würden. So werden die Ortsteile Ost und West durch die Trasse getrennt. Damit bricht die gewachsene Struktur unweigerlich auseinander. Symbolisiert würde diese Teilung durch meterhohe Schutzwände.

Wir sind bereit und fordern die Bereitschaft auch vom rot-rot-grünen Senat ein, die Mitfinanzierung einer solchen Lösung aus Landesmitteln zu begleiten. SPD, Linke und Grüne sind aufgefordert Lippenbekenntnisse einzulösen und für die  Tunnellösung aktiv zu werben. Die CDU-Fraktion setzt darauf, dass den Bewohnern des Stadtrands neben der wahrscheinlichen Belastung durch Fluglärm nicht auch noch zusätzliche Verkehrsprobleme aufgeladen werden. Das Ergebnis der Ausschussberatungen muss aus unserer Sicht lauten, dass sich der Senat gegenüber der Deutschen Bahn AG und dem Bundesverkehrsministerium klar und unmissverständlich für eine Tunnellösung für die Dresdner Bahn in Lichtenrade einsetzt. Erforderlich ist ein öffentliches Bekenntnis mit der verbindlichen Zusage, dass Berlin sich an den Mehrkosten der Tunnellösung finanziell beteiligt und trotz der Verzögerungen, die sich aus der teilweise erforderlichen Neuplanung ergeben, den Tunnel will.“

Quelle: CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin

1 Kommentar

  • T.K.

    Hallo
    Ich wohne seit knapp 3 Monaten in Lichtenrade und ganz ehrlich, es ist mir schnuppe, ob eine ebenerdige Trasse oder der Tunnel gebaut wird - Ich bin grundsätzlich ein Freund der Bahn und liebe Zukunftstechnologien. Wichtig ist, dass wenn der Tunnel gebaut wird, auch die S-Bahn im Tunnel verschwindet. Die Bahnübergänge müssen weg. Ich bin Fußgänger und nutze die S-Bahn und da die Schranke bereits zwei Minuten vor Eintreffen der S-Bahn schließt muss ich der Bahn hinterherrennen, nachdem die Schranke wieder auf geht bzw. idealerweise schon in dem Moment, wenn der Zug den Übergang passiert hat. Da bin ich auch nicht der Einzige. Das muss aufhören. Auch Lichtenrade und Marienfelde haben es verdient an der Zukunft teilzuhaben und die besteht nicht aus Bahnübergängen und langen Fahrzeiten. Und im Übrigen, Lichtenrade West und Ost sind sowieso getrennt. Wenn ich an der Illigstr. in den Bus steige komme ich genau bis zum S-Bahnhof. Um weiter zu kommen muss ich in einen weiteren Bus umsteigen oder zu Fuß gehen. Wenn das keine Spaltung ist, was dann? Die Angst, dass eine oberirdische Trasse den Stadtteil trennt ist ziemlicher Quatsch. In Lankwitz kann man damit doch anscheinend auch sehr gut leben. Und was Lärmbelästigung betrifft ist die S-Bahn noch wesentlich lauter als ein ICE oder eine Regionalbahn. Zumal die Züge den Bereich mit ca. 140 km/h passieren werden und im Nu wieder weg sind.

    T.K. Freitag, 19. Mai 2017 09:38 Kommentar-Link

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