„Moped mit 15“ - Modellversuch wird angenommen

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„Moped mit 15“ - Modellversuch wird angenommen Kathrin Schneider - MIL
(BVP) Seit 1. Mai 2017 ist es auch in Brandenburg möglich, einen Moped-Führerschein mit 15 Jahren zu erwerben. Nachdem dies bereits seit 2013 in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt möglich war, ist Brandenburg in diesem Jahr dem Modellversuch beigetreten. Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Ich freue mich, dass die Jugendlichen das Angebot annehmen, denn gerade in ländlichen Regionen kann der öffentliche Personennahverkehr nicht überall die Mobilitätsbedürfnisse der jungen Leute zu allen Tageszeiten erfüllen. Sie müssen oft weite Wege zu Schulen und Ausbildungsstätten zurücklegen. Die positiven Erfahrungen in den anderen drei Bundesländern rechtfertigen es auch für Brandenburg an dem Modellversuch teilzunehmen.“

Seit Beginn des Modellversuchs in Brandenburg haben 344 Jugendliche die Führerscheinprüfung der Fahrerlaubnisklasse AM mit 15 Jahren bestanden. Hinzu kommen weitere 48 Jugendliche, die den Führerschein mit 16 Jahren bestanden haben. Sie können damit Krafträder (max. 45 Kilometer/Stunde), zweirädrige (Mopeds oder Roller) und dreirädrige Krafträder (Minitrikes) und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (Minicars) fahren.

Kleinkrafträder und Mofas stellen in Brandenburg keinen Schwerpunkt in der Unfallentwicklung dar. Die 15-Jährigen Bewerberinnen und Bewerber erhalten eine vollwertige qualifizierte Fahrschulausbildung einschließlich regulärer theoretischer und praktischer Prüfung der Fahrerlaubnis-Klasse AM bei der Technischen Prüfstelle.

Der Modellversuch „Moped mit 15“ ist zunächst bis Ende April 2018 befristet, soll aber nach dem Willen der Verkehrsministerkonferenz bis April 2020 verlängert werden. Das Modell wird wissenschaftlich von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) begleitet. Es soll ermittelt werden, ob positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, beispielsweise ein gesteigertes Gefahrenbewusstsein bei jungen Menschen erreicht werden können. Unter Beachtung der Ergebnisse der BASt sollte dann der Modellversuch in reguläres, bundeseinheitliches Recht überführt werden

Quelle: mil.brandenburg.de

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