Brill-Umbau: Tempo 30 und zusätzliche Ampeln reichen nicht

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Brill-Umbau: Tempo 30 und zusätzliche Ampeln reichen nicht Michael Horn - dielinke-bremen.de
(BVP) Nach mehreren Unfällen in der Bremer Innenstadt soll im Oktober 2018 der Kreuzungsbereich „Am Brill“ umgebaut werden. Einige neue Ampeln sowie eine teilweise Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 sollen das Unfallrisiko in diesem Bereich reduzieren. „Hier will die Verkehrsbehörde im Schnellschussverfahren an nur einer Stelle nachbessern, während andere Bereiche dieser Kreuzung außer Acht gelassen werden", kritisiert das Mitglied im Bremer Beirat Mitte, Matthias Rauch. „Auch auf der Martinistraße kam es zu drei schweren Unfällen mit Fußgängern“, so der Linkspartei-Politiker. „Die Einführung von Tempo 30 ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Die jetzt angedachten Maßnahmen reichen aber bei weitem nicht aus, um den Kreuzungsbereich ‚Am Brill‘ für alle Verkehrsteilnehmer sicher zu gestalten.“

Michael Horn, Landesvorstandsmitglied der LINKEN in Bremen, erinnert daran, dass bei diesem Verkehrsknotenpunkt sich nicht nur zwei vielbefahrende Straßen kreuzen, sondern auch mehrere Straßenbahn- und Buslinien. „Wegen der derzeitigen Ampelschaltungen kommt es für Fußgänger immer wieder zu gefährlichen Situationen. Wer vom Hauptbahnhof oder aus Huchting kommt und „Am Brill“ umsteigen will in Richtung Bremer Westen beziehungsweise Bremer Osten, muss zwei Straßenzüge überqueren und dabei oft minutenlang warten, bis die Fußgängerampel auf Grün umschaltet. „Häufig werden nicht wenige Fußgänger ungeduldig und überqueren die Martinistraße trotz Rotphase, weil ihnen eine Anschlussbahn nach der anderen wegfährt“, weiß der Huchtinger Kommunalpolitiker zu berichten.

„Der Verkehr in diesem Bereich muss generell neu gedacht werden“, fordert Horn. „Komplette Rotphasen auf beiden Verkehrsachsen an der Kreuzung für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer könnten zu einer echten Entschleunigung in diesem Bereich sorgen und es den Fußgängern ermöglichen, ihrerseits bei Grün gefahrlos und schnell von einer Straßenbahn zur anderen zu kommen.“
 
Rauch regt zudem abschließend an, auf der Weserbrücke beidseitig einen ‚Blitzer‘ zu installieren.

Quelle: DIE LINKE. Landesverband Bremen

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