Flughafen: Flugzeuge sollten abheben, nicht Senator Günthner / Lencke Steiner: Relativierungen sind unverantwortlich

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Flughafen: Flugzeuge sollten abheben, nicht Senator Günthner / Lencke Steiner: Relativierungen sind unverantwortlich Lencke Steiner - fdp-bremen.de
(BVP) Die Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Lencke Steiner, kommentiert den aktuellen Rückgang bei den Passagierzahlen am Flughafen Bremen sowie die relativierenden Äußerungen von Wirtschaftssenator Günthner wie folgt: „Ich bin erstaunt darüber, dass Senator Günthner den Rückgang der Passagierzahlen am Flughafen Bremen so gleichgültig hinnimmt. Das ist unverantwortlich und zeugt von einem geringen Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Der Flughafen Bremen befindet sich derzeit in einer sehr schwierigen Situation. Seit dem Erfolgsjahr 2014 sind die Passagierzahlen kontinuierlich gesunken. Im Gegenzug sind die Passagierzahlen bei den wichtigen Konkurrenzflughäfen Hamburg und Hannover stetig gestiegen. Wir müssen dringend gegensteuern und dürfen und jetzt nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Diese Arroganz der Macht ist für Bremen fatal. Das sollte auch Senator Günthner erkannt haben. Aus meiner Sicht ist es nun wichtig, dass sich der Senat darüber Gedanken macht, welchen Einfluss auch Bremen als Land und Stadt auf die Passagierzahlen hat. Da geht es neben dem Tourismus auch um die wirtschaftliche Entwicklung. Bremen als Zukunftsstadt braucht einen attraktiven, hochfrequentierten Flughafen."

 Steiner sieht in der Posse um die Abberufung des vorherigen Geschäftsführers ein deutliches Zeichen für die Probleme am Flughafen:

„Mich hat persönlich der Umgang mit dem vorherigen Flughafenchef gestört. Offenbar haben insbesondere die Arbeitnehmervertreter eine regelrechte Kampagne gegen den ehemaligen Geschäftsführer gefahren und dabei die Grenzen des fairen Umgangs miteinander überschritten. In diesem Konflikt zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretern kann auch eine Ursache für die schlechte Performance des Flughafens in den vergangenen Jahren liegen. Solche Konflikte binden erfahrungsgemäß viele Ressourcen, die besser für das Wohl des Unternehmens genutzt werden können. Ich kann nur hoffen, dass der Flughafen Bremen bald einen neuen Geschäftsführer bekommt, der dann schnell die notwendigen Veränderungsprozesse anschiebt.“

Quelle: FDP-Fraktion Bremen

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