Mobilität der Bremerinnen und Bremer im Fokus / Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten – SrV 2018“ startet im Januar 2018

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Mobilität der Bremerinnen und Bremer im Fokus / Haushaltsbefragung „Mobilität in Städten – SrV 2018“ startet im Januar 2018 Joachim Lohse - senatspressestelle.bremen.de
(BVP) Die alltägliche Mobilität der Bevölkerung in Bremen steht im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die von der Technischen Universität Dresden (TU) im Auftrag des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr zu Beginn des Jahres 2018 gestartet wird. Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018“ (SrV = System repräsentativer Verkehrsbefragungen), das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung. Die Befragung richtet sich an Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht unter anderem darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. „Jeder Haushalt steht stellvertretend für einen Teil der gesamten Bevölkerung und wird deshalb gebraucht. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind. Für die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bedanke ich mich sehr“, sagt Verkehrssenator Joachim Lohse anlässlich der bevorstehenden Befragung.

Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein aktuelles Bild der stadt- beziehungsweise gemeindespezifischen Verkehrsentwicklung. Es wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten beziehungsweise Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 150.000 Personen erlaubt darüber hinaus die Analyse stadtübergreifender Trends, die von der Verkehrsplanung zu berücksichtigen sind. Hierzu gehört beispielsweise auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern.

Die Befragung beginnt im Januar 2018 und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um die Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig, jedoch bittet die Verkehrsbehörde ausdrücklich um die Mitarbeit, für ein gelingen der Befragung und um eine realitätsgetreue Darstellung des Verkehrsverhalten der Bremer zu gewinnen.

Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

Die Erhebung wird als telefonisch-schriftliche Befragung durchgeführt. Für die komfortable Erfassung der Antworten steht am Telefon geschultes Interviewpersonal zur Verfügung. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Für weitere Fragen zur Befragung sind auch eine Telefonhotline und ein Webchat eingerichtet.

Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut Omnitrend GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben.

Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist gewährleistet.

Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung dieser Untersuchung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung durch regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen.

Quelle: senatspressestelle.bremen.de

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