Neue Debatte zur Infrastruktur der Bremer Überseestadt ist überfällig – Ein Quartier braucht einen attraktiven ÖPNV

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Neue Debatte zur Infrastruktur der Bremer Überseestadt ist überfällig – Ein Quartier braucht einen attraktiven ÖPNV Claudia Bernhard - linksfraktion-bremen.de - F. Scheffka
(BVP) „Es ist höchste Zeit, die Debatte um die Verkehrsinfrastruktur und die soziale Infrastruktur der Bremer Überseestadt neu zu führen. Robert Bückings Vorstoß für die Straßenbahnlinie bis zum Wendebecken ist daher zu begrüßen. Die falschen Akzente im Entwurf zum Integrierten Verkehrskonzept (IVK) dürfen nicht das letzte Wort sein“, so Claudia Bernhard, bau- und stadtentwicklungspolitische Sprecherin der LINKEN in der Bremischen Bürgerschaft, zum in der Presse berichteten Vorstoß des baupolitischen Sprechers der Grünen-Fraktion. Bernhard: „Faktisch wird die Überseestadt derzeit als Auto-Quartier geplant: Der ÖPNV ist schlecht, zum Einkaufen gibt es keine hinreichenden Angebote, für die Planung von Schulen und Kitas wird es flächenmäßig schon allmählich knapp. Ein lebendiges Quartier braucht einen attraktiven ÖPNV, die Straßenbahnlinie zum Wendebecken ist daher notwendig. Sie darf aber nicht auf Kosten der Buslinien gehen und muss akzeptable Taktzeiten haben.

Wichtig ist, die ÖPNV-Vernetzung der Überseestadt sowohl mit der Innenstadt, als auch mit Walle, Gröpelingen und Woltmershausen zu verbessern. Die Erreichbarkeit der Kulturachse zwischen Speicher XI und Feuerwache lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Im Entwurf zum Integrierten Verkehrskonzept, das der Senat vorgelegt hat, werden fast alle sinnvollen Lösungen als unmachbar und unfinanzierbar eingestuft und stattdessen unsinnige Pseudolösungen wie der Durchstich am Heimatviertel priorisiert. Das ist nicht hinnehmbar. Wenn die Grünen wirklich eine neue Infrastruktur-Debatte wollen, dann muss der IVK-Entwurf gestoppt und neu nachgedacht werden.“

„Zum Ziel eines lebendigen Quartiers passt es auch schlecht, dass am neuen Naherholungsgebiet, der Weichen Kante, nicht mal eine Würstchenbude stehen darf, und dass inzwischen routinemäßig eine Architektur gewählt wird, für die die Bezeichnung ‚abweisend und unterkühlt‘ noch freundlich ist. Die Ansätze, sich bei der Planung für den Südlichen Europahafen endlich an bestehenden Quartieren wie der Neustadt zu orientieren, gehen in die richtige Richtung. All das wird aber nur realisierbar sein, wenn die Stadt sich wieder als Gestalterin und Planerin begreift und nicht nur als Flächenverkäuferin. Die Überseestadt braucht eine Planungs-Wende“, so Bernhard abschließend.

Quelle: dielinke-bremen.de

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