Hyperloop: Rasende Container im Hafen oder nur rasante Ideen?

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Hyperloop: Rasende Container im Hafen oder nur rasante Ideen? Heike Sudmann - linksfraktion-hamburg.de - Karin Desmarowitz
(BVP) Gestern hat die HHLA zusammen mit dem US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) Ideen für einen Containertransport in einer Röhre vorgestellt. Im Abstand von 40 Sekunden sollen Container in einer Kaspel in der aufgeständerten Röhre mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.200 Stundenkilometern vom Hafen ins Hinterland transportiert werden. Für 7 Millionen Euro Kosten soll bis 2021 eine 100 Meter lange Teststrecke im Hafen gebaut werden, mit Testbahnhof und selbstfahrenden Kapsel-Wagen. Für den Echtbetrieb werden Kosten von 20 Mio. Euro pro Kilometer veranschlagt.

„Futuristisch - aber auch realistisch?“, fragt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Anscheinend habe auch die HHLA schon das Scheitern eingeplant. Sollte es aus rechtlicher oder betriebswirtschaftlicher Sicht nur bei der Teststrecke in Hamburg bleiben, könne man das Projekt ja noch global vermarkten. „Damit der Hamburger Hafen zu dem ITS-Kongress 2021 vermeintlich innovative Ideen präsentieren kann, soll ganz schön viel Geld rausgehauen werden.

Scheitert das Projekt, was angesichts der hohen Baukosten und den planungsrechtlichen Fragen wahrscheinlich ist, steht Hamburg mit leeren Händen da. Deshalb müssen auch Alternativen geprüft werden, z.B. eine Container-Schwebebahn, die die Container vom Kai zu den Bahn-Verladestationen bringt. Im Hafengebiet ist eine Schwebebahn auf Ständern problemloser zu errichten als eine Strecke durch die Stadt."

Quelle: DIE LINKE. Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

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