Thering: Parken am Flughafen muss günstiger werden, um geplagten Anwohnern im Flughafenumfeld zu helfen

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Thering: Parken am Flughafen muss günstiger werden, um geplagten Anwohnern im Flughafenumfeld zu helfen Dennis Thering - CDU-Bürgerschaftsfraktion
(BVP) Dauerparken im Flughafenumfeld ist ein großes Problem. Anwohner sowie ortsansässige Gewerbetreibende und deren Kunden leiden extrem unter „Wildparkern“. Diese blockieren über Tage und Wochen die öffentlichen Parkplätze in den Straßen rund um den Flughafen. Die CDU setzt sich daher mit einer aktuellen Initiative dafür ein, die Preise in den flughafeneigenen Parkhäusern zu senken. Diese sind nämlich seit Jahren selbst in der Hauptreisezeit nicht voll ausgelastet und im Rest des Jahres erst recht nicht. Die Probleme durch Dauerparker im Flughafenumfeld sind hingegen ein ganzjähriges und kein saisonales Phänomen. Auch ist das Parken an anderen Flughäfen teilweise deutlich günstiger. Da der Flughafen Hamburg jüngst mitgeteilt hat, 2017 einen Gewinn von 46,6 Mio. Euro erwirtschaftet zu haben, ist der finanzielle Spielraum für eine maßvolle Anpassung der Stellplatzpreise in den flughafeneigenen Parkhäusern nachweislich gegeben. Zumal eine höhere Auslastung wiederum zu höheren Einnahmen führen würde.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Das Parken am Hamburger Flughafen muss günstiger werden. Denn durch die immer weiter steigende Zahl an Fluggästen steigt auch die Nachfrage nach bezahlbaren Abstellmöglichkeiten für Autos. Leider wählen die Fluggäste immer häufiger Anwohnerstraßen und Gewerbegebiete, um die zu hohen Parkgebühren in den Flughafenparkhäusern zu umgehen. Das Ergebnis sind zugeparkte Anwohnerstraßen einerseits und halbleere Flughafenparkhäuser andererseits. Damit muss jetzt endlich Schluss sein. Es kann einfach nicht sein, dass der Parkplatz für das Abstellen der Autos teilweise doppelt so teuer ist wie der Flug in den Urlaub. Hier darf der Senat jetzt nicht länger wegsehen und muss auf den mehrheitlich städtischen Flughafen einwirken, damit dieser seine Parkgebühren nachhaltig senkt. Dass die Verkehrsbehörde vor diesem Hintergrund allen Ernstes mit der Behauptung ablenkt, die Preise seien ‚marktgerecht‘ und die Stadt hätte trotz einer Anteilmehrheit am Flughafen keinen Einfluss darauf, ist der blanke Hohn. Dieser Geiz kommt die leidgeplagten Menschen rund um den Flughafen täglich teuer zu stehen.“
 
Hintergrund:
Erst kürzlich hat eine CDU-Anfrage ergeben, dass in den fünf öffentlichen Parkhäusern des Hamburg Airport „Helmut Schmidt“ zwar rd. 12.000 Stellplätze zur Verfügung stehen, deren Auslastung im vergangenen Jahr allerdings nur zwischen 55 Prozent (Parkhaus P4) und 68 Prozent (P2) lag. Selbst in der Hauptreisezeit sind die flughafeneigenen Stellplatzkapazitäten von der Vollauslastung ein großes Stück entfernt. Während das Parkhaus 8-9 im Juli 2017 im Juli mit einer durchschnittlichen Auslastung von 92 Prozent den höchsten Durchschnittswert für einen Monat im Jahr 2017 aufwies, lagen die Auslastungsquoten der übrigen Parkhäuser im selben Monat nur bei durchschnittlich 73,25 Prozent. Auch in den oft „vergessenen“, aber beliebten Reisemonaten September und Oktober lag die Auslastung aller Parkhäuser lediglich bei 73,6 bzw. 77,4 Prozent, in allen anderen neun Monaten deutlich darunter. Vergleicht man zudem die Stellplatzpreise verschiedener Flughäfen in Deutschland, fällt auf, dass Parken am Flughafen in Hamburg insbesondere bei den Mindestpreisen für eine oder zwei Wochen vergleichsweise teuer ist. Während Flugreisende in Hamburg für eine Woche Parken mindestens 70 Euro bezahlen müssen, sind es in Hannover-Langenhagen 35 Euro und in Düsseldorf sogar nur 29 Euro. Beim Mindestpreis für zweiwöchiges Parken liegt Hamburg mit 85 Euro ebenfalls deutlich über Düsseldorf (48 Euro), Hannover (45 Euro). Auch bei den Höchstpreisen für ein- und zweiwöchiges Parken gibt es günstigere Flughäfen in Deutschland. Während der Höchstpreis für eine Woche Parken am Flughafen Hamburg bei 150 Euro liegt, sind es in Bremen 87 Euro und in Hannover nur 55 Euro. Auch beim Höchstpreis für zweiwöchiges Parken liegt Hamburg mit 200 Euro deutlich über den Höchstpreisen in Bremen (116 Euro) und Hannover (65 Euro).

Quelle: cdu-hamburg.de

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