Fluglärmreduzierung im Rhein-Main-Gebiet / Ulrich Caspar: „Vielzahl von Erfolgen bei der Fluglärmverringerung erzielt“ / „Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“

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Fluglärmreduzierung im Rhein-Main-Gebiet / Ulrich Caspar: „Vielzahl von Erfolgen bei der Fluglärmverringerung erzielt“ / „Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“ Ulrich Caspar - cdu-fraktion-hessen.de
(BVP) „Der Antrag der Linken zur Fluglärmthematik stammt aus dem Mai letzten Jahres und dessen Vorlage wurde bereits im April letzten Jahres im Bundestag diskutiert. Ihn jetzt erst im Plenum zu diskutieren wird dem Ernst dieses Themas nicht gerecht, weil er die im vergangenen Jahr erzielten Erfolge und Ergebnisse auf Landesebene, etwa mit dem Abschluss der NORAH-Studie, völlig unberücksichtigt lässt. Klar ist, dass es auf Bundesebene gewisse Regelungslücken in diesem Bereich gibt. Diese müssen auch auf Bundesebene in geeigneter Art und Weise geschlossen werden. Aber dieser veraltete Antrag ist lediglich ein weiteres Armutszeugnis für die Linke.“ Das sagte heute im Rahmen der Debatte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Caspar. Er unterstrich hierbei zugleich: „In der gesamten Diskussion um die Verringerung der Fluglärmbelastung in der Region ist deren konstruktive Gesprächsbereitschaft einer der wirkmächtigsten Faktoren für alle Fortschritte, die wir erzielen können.“

Für die nahende Halbzeit der Legislaturperiode könne man bereits auf eine Vielzahl von umgesetzten Maßnahmen zur Verringerung der Fluglärmbelastung im Rhein-Main-Gebiet zurückblicken. So sei etwa die Bilanz des Probebetriebes für ein Lärmpausenmodell am Flughafen Frankfurt/Main eindeutig positiv und weise in die richtige Richtung. „Die Lärmbelastung konnte spürbar verringert werden, die Lärmpausen sind fester Bestandteil im operativen Geschäft des Flughafens und eine Mehrheit wünscht ihre Fortsetzung. Es konnte seit Beginn im April 2015 am Abend zu 89 Prozent und am Morgen zu 96 Prozent verwirklicht werden. Nach Angaben der Fluglärmkommission konnte zudem eine große Verbesserungen von bis zu 10 dB(A) unter der Anfluggrundlinie der Landebahn-Nordwest (Frankfurter Süden und Offenbacher Norden) aufgrund der Verlagerung der Anflüge zwischen 22 - 23 Uhr auf die Südbahn nachgewiesen werden. Daher ist es nun folgerichtig, wenn nun die Kommission die Übernahme in den Regelbetrieb empfiehlt, auch wenn noch verschiedene Fragen zu klären und zu optimieren sind“, so Caspar.

„Wir werden begleitend auch bei unseren Anstrengungen zur konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Maßnahmenpaketes der ‚Allianz für mehr Lärmschutz 2012‘ nicht nachlassen. Zuletzt konnte die Ausrüstung der Airbus A 320-Flotte der Lufthansa mit Wirbelgeneratoren abgeschlossen werden. Auf diese Weise sind rund die Hälfte der Landungen der Lufthansa AG am Flughafen Frankfurt leiser als zuvor“, sagte Caspar. Auch habe Hessen gemeinsam mit Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bereits im vergangenen Jahr eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes und zur stärkeren Einbeziehung der Bevölkerung bei der Planung von Flugverfahren vorgestellt, um dem Lärmschutz bei der Erarbeitung und Festlegung von Flugverfahren ein stärkeres Gewicht als bisher einzuräumen.

Mit dem Beginn des Lärmpausen-Probebetriebes im April 2015 sei die gezielte Startbahnnutzung „Dedicated Runway Operations (DROPs)“ vorübergehend ausgesetzt worden, da die Deutsche Flugsicherung zunächst habe bewerten müssen, wie sich die Kombination von Lärmpausen und DROps auf die Sicherheit auswirke: „Seit kurzem werden die DROps wieder unter Ostbetrieb angewendet. Dies entlastet an ungeraden Tagen die östlich des Flughafens gelegenen Gebiete zwischen 5 und 6 Uhr vom Lärm startender Flugzeuge, da in dieser Zeit ausschließlich die Startbahn 18 (West) genutzt wird. An geraden Tagen werden sowohl die Startbahn West wie auch die Centerbahn genutzt.“

„Der Flughafen Frankfurt ist die größte Arbeitsstätte in Deutschland und ein Jobmotor, der berufliche Perspektiven für Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen eröffnet. Er bietet bei allen Herausforderungen große Chancen für ein exportorientiertes Land wie Hessen und das Rhein-Main-Gebiet. Auf den klaren Erfolgen bei der Fluglärmverringerung werden wir uns jedoch nicht ausruhen: Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“, erklärte Caspar.
 
Quelle: cdu-fraktion-hessen.de

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