ÖDP fordert Konsequenzen: Fluglärm schädigt massiv die Gesundheit

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ÖDP fordert Konsequenzen: Fluglärm schädigt massiv die Gesundheit Benjamin Jäger - ÖDP NRN
(BVP) Fluglärm ist nicht nur eine unangenehme Beeinträchtigung. Fluglärm schädigt massiv die Gesundheit und die Entwicklung der Kinder. Dies hat eine neue Studie der Universitätsmedizin Mainz nachgewiesen. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) fordert energische Konsequenzen aus dieser wissenschaftlichen Erkenntnis. „Fluglärm darf nicht länger bagatellisiert werden“, so der Spitzenkandidat der ÖDP zum Nordrhein-Westfälischen Landtag, Benjamin Jäger, auf einer Tagung seiner Partei in Bottrop. Die Universitätsmedizin Mainz hat festgestellt, dass Fluglärm Erbinformationen der Gefäße verändert mit der Folge eines höheren Spannungszustandes, einer schlechteren Gefäßstruktur und vermehrtem Gefäßzelltods. Er schädigt hierbei über die gleichen Mechanismen wie Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes oder hohes Cholesterin die Gefäße. Fluglärm ist ein Herz-Kreislauf-Risikofaktor. Er verursacht Gefäßschäden, die zu vermehrten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzerkrankungen und auch mehr Schlaganfälle führen.

Wichtig ist die Feststellung der Universitätsmedizin Mainz zum Einfluss der Lärmquelle. Bei gleichem Lärmpegel hat Fluglärm deutlich negativere Auswirkungen als Umgebungslärm.

Die ÖDP fordert daher in ihrem Landespolitischen Programm:

"Im Interesse der Menschen geht Fluglärmschutz vor dem ökonomischen Interesse von Flughafenbetreibern und Fluggesellschaften. Ein Nachtflugverbot ist an allen Flughäfen von 22:00 Uhr bis 6:30 Uhr strikt einzuhalten. Nach 22:00 Uhr sind keine Starts mehr zu genehmigen. Landungen nach 22:00 Uhr sind mit einer Strafgebühr zu belegen. Nach 23:00 Uhr muss die Höhe dieser Strafgebühr mindestens den wirtschaftlichen Vorteil der späten Landung abschöpfen, bei Landungen nach 24:00 Uhr muss diese Strafgebühr mindestens das Doppelte des wirtschaftlichen Vorteils betragen."

Zur Vermeidung von unnötigem Fluglärm fordert die ÖDP, Kurzstrecken bis zu 500 km auf die Schiene zu verlagern. Dies wäre ein deutlicher Beitrag zum Schutze der Menschen vor dem gesundheitsschädlichen Fluglärm.

Besonders dramatisch ist für die ÖDP die Tatsache, dass Fluglärm die Entwicklung von Kindern beeinträchtigt, wie die NORAH-Studie nachgewiesen hat. Der Schutz der Nachtruhe der Kinder und der Lärmschutz in Schulen und Kindergärten ist daher nach Meinung der ÖDP absolute Priorität einzuräumen.

Quelle: oedp-nrw.de

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