Becht: Verkehrssicherheit bei Risikogruppen erhöhen

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Becht: Verkehrssicherheit bei Risikogruppen erhöhen Andy Becht - Wirtschaftsministerium RLP
(BVP) Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat auf dem Symposium der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Rheinland-Pfalz und dem Saarland e.V. (VSVI) auf dem Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße zur Verkehrssicherheit und der „Vision Zero*“ gesprochen, die auch das Land Rheinland-Pfalz verfolgt. Rheinland-Pfalz setzt auf Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit insbesondere bei Risikogruppen zu erhöhen.

„Wir unternehmen wichtige Schritte, um die Sicherheit auf unseren Straßen nicht nur zu gewährleisten, sondern auch nachhaltig und deutlich zu verbessern. Rheinland-Pfalz hat sich im Koalitionsvertrag der Vision Zero verpflichtet und arbeitet mit Nachdruck daran, den Verkehr im Land noch sicherer zu machen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht beim VSVI-Symposium auf dem Hambacher Schloss. „Der Führerschein mit 17, Fahrtrainings für Jugendliche und Senioren, der Ausbau und die Modernisierung unserer Straßen, aber auch die Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen sind Maßnahmen, auf die wir setzten, um noch mehr Verkehrssicherheit zu erreichen“, so Becht.

Die Maßnahmen orientierten sich dabei an den Hochrisikogruppen, das sind Jugendliche sowie zunehmend ältere Menschen und Motorradfahrer. So bezuschusst Rheinland-Pfalz als einziges Bundesland die Teilnahme Jugendlicher bis 25 Jahre an Fahrsicherheitstrainings mit 30 Euro pro Teilnehmer. Die Fahrtrainings sind ein wichtiges Angebot neben der Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen. Jugendliche aber auch Senioren können hier lernen, wie ihr eigenes Fahrzeug in Extremsituationen reagiert.

Außerdem macht sich das Verkehrsministerium für den Führerschein mit 16 Jahren stark. „Das ‚Begleitende Fahren mit 17‘ hat die Verkehrssicherheit innerhalb dieser jungen Risikogruppe deutlich erhöht. Ich möchte, dass wir in Deutschland die Gelegenheit nutzen, um dieses Erfolgsmodell weiter auszubauen“, so Becht. Die Erfahrungen mit dem ‚Begleiteten Fahren ab 17‘ seien äußerst positiv ausgefallen. Fahranfänger seien beim späteren selbstständigen Fahren um 19 Prozent weniger an Unfällen beteiligt als Fahranfänger mit herkömmlichem Führerscheinerwerb. 60 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren nehmen in Rheinland-Pfalz am begleitenden Fahren mit 17 teil, bundesweit sind es 50 Prozent.

Der Unfallgruppe der Motorradfahrer begegnet Rheinland-Pfalz in einem Pilotversuch mit sogenannten Rüttelstreifen. An besonders gefährlichen Straßenabschnitten wird der Fahrer durch Farbe und Ton beim Überfahren der „Fahrbanrippen“ auf die Gefahrenstelle hingewiesen und angehalten, seine Geschwindigkeit zu reduzieren. Unterfahrschutzeinrichtungen an Leitplanken sollen das Verletzungsrisiko reduzieren.

Auch Fortschritte in der Fahrzeugtechnik tragen in erheblichem Umfang zur Verkehrssicherheit bei. Fahrer-Assistenzsysteme wie beispielsweise Notbrems-, Spurhalte- oder Abbiegeassistenten in neuen Fahrzeugmodellen erhöhen die Verkehrssicherheit enorm. „Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel werden Fahrassistenzsysteme immer wichtiger“, sagte Verkehrsstaatssekretär Becht.

Die Zentralstelle für Unfallauswertung (ZfU) beim Landesbetrieb Mobilität liefert wichtige Grundlagen für die Unfallarbeit und erarbeitet effektive Verkehrssicherheitsmaßnahmen, beispielsweise rechnergestützte Auswertungsmethoden zur automatischen Erkennung von Sicherheitsrisiken auf unseren Straßen.

*„Vision Zero“ bezeichnet das Ziel, Straßen und Verkehrsmittel so sicher zu gestalten, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt.

Quelle: MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU RHEINLAND-PFALZ

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesVerkehrsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.