Verkehr / Becht fordert Modellprojekt „Begleitetes Fahren ab 16“

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Verkehr / Becht fordert Modellprojekt „Begleitetes Fahren ab 16“ Andy Becht - Wirtschaftsministerium RLP
(BVP) Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat sich für ein Modellprojekt „Begleitetes Fahren ab 16“ ausgesprochen. Hintergrund sind die positiven Erfahrungen nach der Einführung des „Begleiteten Fahrens ab 17“. „Das ‚Begleitete Fahren ab 17‘ hat die Verkehrssicherheit in dieser jungen Risikogruppe spürbar erhöht. Ich möchte, dass wir in Deutschland die Gelegenheit nutzen, um dieses Erfolgsmodell weiter auszubauen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht auf der Jahreshauptversammlung des Fahrlehrerverbandes in Lahnstein.

Die Erfahrungen mit dem ‚Begleiteten Fahren ab 17‘ seien äußerst positiv ausgefallen, erklärte Becht. Fahranfänger, die sich am ‚Begleiteten Fahren ab 17‘ beteiligt hatten, seien beim späteren selbstständigen Fahren um 19 Prozent weniger an Unfällen beteiligt als Fahranfänger mit herkömmlichen Führerscheinerwerb.

„Die Unterstützung eines erfahrenen Kraftfahrers hat auf Fahranfänger eine spürbare positive Wirkung. Hinzu kommt, dass die jungen Leute, die eine Zeitlang begleitet gefahren sind, eine höhere Fahrpraxis vor dem selbstständigen Start ins Verkehrsgeschehen haben. Dies erhöht die Verkehrssicherheit – und darum muss es uns gehen“, sagte Becht.

Bislang steht dem ‚Begleiteten Fahren ab 16‘ das EU-Recht entgegen, das eine Absenkung des Mindestalters zum Erwerb des Führerscheins der Klasse B nur bis 17 Jahre zulässt. Der Staatssekretär verwies daher auf den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz, dem zufolge die Bundesregierung die EU-Kommission bitten solle, ein entsprechendes Modellprojekt zu ermöglichen.

Becht dankte den Fahrlehrern für ihre Anstrengungen in der Verkehrssicherheitsarbeit: „Die Verkehrssicherheit ist nach wie vor eine vordringliche Aufgabe für die Landesregierung. Und gerade die Fahrlehrerschaft leistet hier einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf unseren Straßen. Wenn es die kompetente Schulung unserer Fahranfänger durch die Fahrlehrer nicht gäbe, wäre es um die Sicherheit auf unseren Straßen sehr viel schlechter bestellt.“

Quelle: MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU RHEINLAND-PFALZ

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