DTV-Statement zur EU-Pauschalreiserichtlinie

Sondermeldung*

„Tourismusorganisationen, die als Reisevermittler tätig sind, können nun endlich aufatmen: Die Gefahr, beim Zusammenstellen und Abrechnen der sogenannten ‚verbundenen Reiseleistungen‘ versehentlich wie ein Reiseveranstalter zu haften, ist gebannt. Statt aufwendig jede Reiseleistung einzeln und getrennt voneinander zu bezahlen, soll am Ende ein gemeinsamer Bezahlvorgang stehen. Jedem Kundengespräch soll zudem ein neutrales Beratungsgespräch vorangehen. Damit ist diese Kuh vom Eis“, sagt Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Gestern hatte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer...

Gigaliner auf 57 sächsischen Straßen erlaubt - GRÜNE erwarten mehr Belastung für marode Straßen, Verkehrssicherheit, Klimaschutz / Jähnigen: Verkehrspolitische Sackgasse beenden statt ausbauen

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(BVP) Zu der von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verkündeten Ausweitung des Testlaufs mit Riesen-Lkw (Gigaliner) auch auf weitere Streckenabschnitte im sächsischen Bundesfernstraßennetz erklärt Eva Jähnigen, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
 
"Die Freigabe sächsischer Straßen für Gigaliner ist ökonomisch und verkehrspolitisch ein Desaster und führt in eine verkehrspolitische Sackgasse. Es gibt keine vernünftigen Gründe für Gigaliner: Bereits heute sind an Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang überdurchschnittlich Lkw beteiligt. Aufgrund ihres hohen Gewichts haben Gigaliner längere Bremswege. Unfälle, in die Gigaliner verwickelt sind, würden aufgrund ihrer Masse schwerwiegendere Schäden nach sich ziehen. Gigaliner machen Überholvorgänge unübersichtlich und langwierig und behindern dadurch den Verkehr vor allem für andere Lkw. Gigaliner brauchen deutlich länger, um Kreuzungen und Bahnübergänge zu räumen. Das Unfallrisiko aller Verkehrsteilnehmer erhöht sich."
 
"Der Zustand sächsischer Straßen ist bereits jetzt desaströs. 37 Prozent der Bundesstraßen und 63 Prozent der Staatsstraßen sind in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand. Statt öffentliches Geld für den durch Gigaliner notwendigen Straßenausbau zu verschwenden, etwa größeren Kurvenradien, sollte endlich die Substanz saniert werden."
 
"CDU und FDP haben es versäumt, die marode Straßeninfrastruktur bedarfsgerecht zu sanieren und instand zu halten. Gigaliner werden dieses Problem weiter verschärfen. Straßen, Brücken, Tunnel, Leitplanken, Parkplätze, Bahnübergänge − unsere Verkehrsinfrastruktur ist weder für eine Zunahme an 44-Tonnern noch für eine Lkw-Länge von 25,25 Meter ausgelegt."
 
"Beim Gigalinerfeldversuch geht es offenbar darum, die Transportkosten im Güterverkehrsbereich weiter zu drücken. Ich gehe davon aus, dass damit bisherige Schienentransporte auf Gigaliner verlagert werden, wodurch sich das Verkehrsaufkommen und der Ausstoß von Abgasen erhöhen werden."
 
"Es wird Zeit, dass Sachsen aus dem Experiment Gigaliner aussteigt und die Gruppe der sieben Bundesländer verlässt, die vollständig beim Feldversuch mitmachen."

Anne Vetter, stellv. Pressesprecherin
Tel. 0351-493 48 14
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