Negativrekord: Verdreifachung der Zugausfälle zwischen Chemnitz und Leipzig im Jahr 2017

Artikel bewerten
(1 Stimme)
Negativrekord: Verdreifachung der Zugausfälle zwischen Chemnitz und Leipzig im Jahr 2017 Katja Meier - gruene-fraktion-sachsen.de - Juliane Mostertz (FOTOGRAFISCH) - Marlen Mieth
(BVP) Meier: Hohe Zugausfallquote zwischen den Wirtschaftszentren Chemnitz und Leipzig ist indiskutabel – wo bleibt das Engagement von Wirtschafts- und Verkehrsminister Dulig? "Zugausfälle, Verspätungen, Servicemängel, Durcheinander: Wer derzeit auf der Pendlerstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig unterwegs ist, muss sich auf einiges gefasst machen. Die aktuelle Antwort der Staatsregierung auf meine kleine Anfrage belegt die subjektiven Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Problem an mich gewandt haben", erklärt Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag. Laut Antwort des zuständigen Wirtschaftsministeriums auf ihre Anfrage sind von Januar bis September 2017 insgesamt 189 Züge im Nahverkehr zwischen Chemnitz und Leipzig ausgefallen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 waren es insgesamt 68. "Damit hat sich die Anzahl der ausgefallenen Züge im Jahr 2017 fast verdreifacht. Allein der Juli 2017 schlägt mit 45 Zugausfällen zu Buche – das ist ein neuer Negativrekord."

"Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) hat die Strecke nicht im Griff. Schon seit Januar 2017 sind die Probleme so massiv, dass hohe Geldstrafen für die MRB als Betreiber an den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) fällig geworden sind", weiß Meier.
 
"Ich erwarte vom VMS als Besteller der Nahverkehrsstrecke, dass er Vorschläge entwickelt, wie die massiven Ausfälle, Verspätungen und Servicemängel behoben werden können", fordert die Verkehrspolitikerin.
"Wenn der Verkehrsverbund das Problem nicht selbst in den Griff bekommt, muss sich Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) einschalten. Der Minister kann sich nicht wegducken, wenn zwischen den Wirtschaftszentren Chemnitz und Leipzig keine zuverlässige Nahverkehrsverbindung gewährleistet wird."
 
"Solch hohe Zugausfallquoten sind für Pendlerinnen und Pendler eine Zumutung. Sie sind darauf angewiesen, dass öffentliche Verkehrsmittel pünktlich und ausreichend fahren", sagt Meier.
"Der aktuelle Zustand ist eher ein Beitrag zum Bahn fahren entwöhnen. So animiert man Autofahrerinnen und Autofahrer nicht zum Umstieg auf den Zug."
 
Quelle: gruene-fraktion-sachsen.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesVerkehrsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.