Buchholz bei Fehmarnbelt-Konferenz: "Bäderbahn" nicht wirtschaftlich / Land arbeitet an modernen Alternativen für Touristenverkehre in Lübecker Bucht

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Buchholz bei Fehmarnbelt-Konferenz: "Bäderbahn" nicht wirtschaftlich / Land arbeitet an modernen Alternativen für Touristenverkehre in Lübecker Bucht Bernd Buchholz - schleswig-holstein.de - Frank Peter
(BVP) Um den ÖPNV und vor allem den Touristen-Verkehr in der Lübecker Bucht zu modernisieren, arbeitet das Land gemeinsam mit dem Verkehrsverbund NAH.SH an Alternativen zum Erhalt der so genannten Bäderbahn zwischen Lübeck und Neustadt. Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Fehmarnbelt-Regionalkonferenz in Oldenburg sagte, hätten sein Ministerium und der NAH.SH die im Koalitionsvertrag angekündigte Prüfung für den Erhalt der Bäderbahn, die so genannte 2+1-Variante, jetzt abgeschlossen."Unsere Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Fortbestand der eingleisigen und nicht elektrifizierten Strecke nicht wirtschaftlich ist und zudem kaum Ansatzpunkte für ein innovatives Verkehrskonzept für einen modernen Tourismusstandort liefert", sagte Buchholz. Auch die DB AG hatte bereits im Einvernehmen mit der früheren Landesregierung erklärt, dass der Ausbau der Strecke parallel zur Hinterlandanbindung für den Fehmarnbelttunnel mit neuer Signaltechnik und Elektrifizierung nicht ansatzweise wirtschaftlich darstellbar wäre.

Wie Buchholz weiter sagte, sei das Ziel der Landesregierung, die Eisenbahnverkehre auf der neuen Trasse zu bündeln und eine Durchbindung von Zügen von Neustadt bis nach Hamburg zu ermöglichen. "Die höheren Geschwindigkeiten lassen damit auch einen durchgehenden Halbstundentakt zwischen Hamburg, Lübeck und Neustadt wahrscheinlicher werden, zumal ein kürzerer Takt obendrein auch wirtschaftlicher wäre", so der Minister. Er habe den NAH.SH gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Kreis und den Kommunen unter dem Motto "2+X" nach alternativen Konzepten für die Verknüpfung des künftigen Bahn-Angebots auf der neuen Trasse mit den Verkehrsbedürfnissen der Touristen und Bewohner der Region zu suchen.

Als Beispiel nannte Buchholz innovative Angebote wie etwa den Einsatz neuer Doppeldecker-Busse sowie Versuchsstrecken mit autonom fahrenden Fahrzeugen.

Quelle: schleswig-holstein.de

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