Tagungshotels und Eventlocations

Was sollte man bei Geschäftsreisen beachten?

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Was sollte man bei Geschäftsreisen beachten? pixabay.com
(BVP) Wer beruflich oft auswärtig tätig ist, der kann einen Teil dieser beruflichen Reisekosten steuerlich geltend machen - in manchen Fällen sogar sämtliche Kosten. Dafür müssen die jeweiligen Geschäftsreisen und einzelnen Posten nachgewiesen werden. Aus dem Einkommenssteuergesetz wird ersichtlich, dass die Reisekosten als Werbungskosten abgesetzt werden können. Auswärtig tätig sein bedeutet dabei, dass vorübergehend an einer anderen als der eigentlichen Arbeitsstätte gearbeitet wird. Durch Belege und Quittungen muss nachgewiesen werden, dass die Reise beruflicher Art war. Doch welche Kosten können erstattet werden und, was sollte man in diesem Zusammenhang alles beachten?

Reisenebenkosten

Die Reisenebenkosten grenzen sich von anderen Ausgaben einer Geschäftsreise (Fahrt, Verpflegung, Übernachtungskosten etc.) klar ab, da sie nebenbei anfallen. Je nach Dauer der Reise können sich diese Nebenkosten jedoch schnell zu einem ordentlichen Betrag summieren. Das Bundesfinanzministerium zählt folgende Posten zu den Reisenebenkosten:

• berufliche Telefonate
• Diebstahl von beruflichen und privaten Gegenständen
• Eintrittsgelder für geschäftlich relevante Veranstaltungen (Seminare, Messen etc.)
• Gepäckgebühren und Reisegepäckversicherung
• Maut- und Parkgebühren
• Schäden am Reisegepäck
• Schadensersatz bei unverschuldeten Unfällen
• Trinkgelder

Allen Ausgaben, die ausschließlich für private Dinge anfallen, gehören nicht zu den kosten, welche abgesetzt werden können. Wer also die Minibar plündert oder das Nachtleben unsicher macht, muss diese Kosten selber zahlen.

Reisekosten

Nur wenn der Arbeitgeber die entstehenden Kosten der geschäftlichen Reise nicht übernimmt, können sie von der Steuer abgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Reisekosten nicht steuerlich geltend gemacht werden können, wenn diese bereits vom Arbeitgeber übernommen wurden. Wenn die Kosten anteilig vom Arbeitgeber übernommen werden, können die verbleibenden Reisekosten dennoch abgesetzt werden. Hier muss aber ganz genau nachgewiesen werden, welche Kosten der Arbeitgeber bereits übernommen hat. Sofern der Arbeitgeber die Kosten nicht kompensiert, können sie in voller Höhe abgesetzt werden.

Privates und Geschäftliches strikt trennen

Wenn die Geschäftsreise nicht zu 100 % beruflicher Art ist, müssen einige Dinge beachtet werden. Gerne wird beispielsweise ein privates Wochenende an die Auswärtstätigkeit angehängt, doch wie verhält es sich dann mit der Kostenerstattung? Grundsätzlich sind gemischte Geschäfts- und Privatreisen möglich. Bis 2009 war es jedoch nur möglich, reine Geschäftsreisen steuerlich abzusetzen. Das sogenannte Aufteilungsverbot gilt seit 2009 nicht mehr, geschäftliche und private Reisen können also durchaus kombiniert und der geschäftliche Anteil abgesetzt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:

• Wenn der geschäftliche Teil der Reise mehr als 90 % beträgt, kann die Reise zu 100 % abgesetzt werden. Ab einem Anteil von 10 % privater Reise beginnt der private Anteil.
• Umgekehrt kann, wenn der berufliche Anteil nur 10 % beträgt, kann die Reise gar nicht geltend gemacht werden.
• Die gemeinsamen Kosten der Reise müssen aufgeteilt werden. So ist auch beispielsweise bei der Anreise ausschließlich der berufliche Anteil steuerlich absetzbar.
• Bei Hotelkosten und Verpflegung sollte man sich immer getrennte Rechnungen für die privaten und geschäftlichen Leistungen ausstellen lassen.
• Bei ungeplanten freien Tagen kann die gesamte Reise abgesetzt werden, auch, wenn in diesen Tagen private Unternehmungen gemacht werden.
• Kosten, die durch die Mitnahme eines Partners oder einer anderen zweiten Person entstehen, sind immer privat und werden nicht übernommen.

Privates und Geschäftliches müssen also immer strikt und belegbar voneinander getrennt werden, um die geschäftlichen Kosten der Reise absetzen zu können. Wichtig hierbei ist, dass auch wirklich alle Rechnungen, Belege und Quittungen aufgehoben werden. Es ist zwar meist nicht notwendig diese an das Finanzamt zu schicken, auf Nachfrage hin sollten diese jedoch durchaus nachgereicht werden können. Die Belege sollten mindestens Datum, Ort, Anlass und Höhe des Betrags enthalten.

Sparen bei den Reisekosten

Ob Geschäfts- oder Privatreise, selbstverständlich besteht immer ein Interesse an möglichst günstigen Preisen. Mit einigen Tipps lässt sich meist eine Menge Geld sparen. Gerade bei Flügen lassen sich oft sehr große Preisdifferenzen finden. Das Internet bietet gute Möglichkeiten, unterschiedliche Anbieter auf ihre Preise hin zu vergleichen. Beispielsweise kann man einen Flug buchen bei Flüge.de und bekommt immer den günstigsten Anbieter vorgeschlagen. Das Angebot bezieht sich dabei nicht nur auf Inlandsflüge oder Flüge innerhalb Europas, sondern auf Flüge weltweit. Da bei weiten Reisen die Flugpreise oft den größten Teil der Gesamtkosten ausmachen, lohnt es sich auf jeden Fall ein wenig Zeit in die Suche zu investieren.

Für viele Arbeitnehmer gehören längere oder kürzere Geschäftsreisen fest zum beruflichen Alltag. Die Gelegenheit, diese Reise mit einer privaten Reise zu verbinden wird von vielen gerne genutzt. Gerade an einem Wochenende lässt sich so Privates ideal mit Beruflichem verbinden. Generell ist das auch möglich, die Kosten müssen hier aber selbstverständlich selbst getragen werden und können nicht abgesetzt werden. Wenn man die Tipps dieses Artikels beherzigt, bleibt man nicht auf seinen Reise- und Reisenebenkosten sitzen und kann die Reise somit entspannt antreten und bei Gelegenheit noch ein paar private Tage anhängen.

Quelle: Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesVerkehrsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.