FMG kauft Flugbewegungen – Bürgerinnen und Bürger zahlen Darlehenszinsen

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FMG kauft Flugbewegungen – Bürgerinnen und Bürger zahlen Darlehenszinsen Christian Magerl - christian-magerl.de
(BVP) Christian Magerl deckt vollständiges Ausmaß der Flugsubventionen am Flughafen München auf und kritisiert „Spezlwirtschaft“ mit Lufthansa. Weit über eine Viertelmilliarde Euro hat die staatliche Flughafen München GmbH (FMG) bis heute ausgegeben, um zusätzlichen Flugverkehr einzukaufen. Das meiste Geld nahm sie mit jährlich zwischen 29 und 37 Millionen Euro von 2005 bis 2008 in die Hand – also in Flughafen-Boomjahren. Gleichzeitig klagten die FMG-Manager damals über eine angebliche Überlastung des Airports – und forderten dessen Erweiterung. „Eindeutiger könnte der Zusammenhang zwischen der Subventionierung von Fluggesellschaften und der Vorbereitung einer politische  Entscheidung zum Flughafenausbau nicht sein“, kommentiert der umweltpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Dr. Christian Magerl, die neuen Erkenntnisse, die er – nach hartnäckigem Nachfragen – aus einer Reihe von Anfragen (Anlagen) erschlossen hat. Klar sei auch stets die Zielrichtung der Förderungen gewesen. „Es ging immer um den Zukauf von Verkehr“, so Christian Magerl, der an den Start des Subventionsprogramms im Jahr 1994 erinnert, als der Luftverkehr in München stagnierte und einige amerikanische Gesellschaften ihre München-Flüge einstellten.

Ärgerlich findet der Grüne Umweltexperte die Tatsache, dass die Lufthansa auch hier  Hauptnutznießer der Subventionen ist. „In der Summe – insbesondere auch mit Blick auf die vom ORH kritisierten Geldgeschenke bei der Terminal-Kooperation – drängt sich mir hier das Bild einer besonders engen Spezlwirtschaft auf“, so Christian Magerl, „Die FMG und die Lufthansa zechen, gezahlt wird aus dem Steuersäckel!“ Im Jahr 2007, als 37 Millionen Euro in die Flugförderung gesteckt wurden, habe die FMG Verluste gemacht und beispielsweise den Zinsdienst des Gesellschafterdarlehens nicht bedient. „Um es klar zu sagen: Die Darlehenszinsen der Hochsubventionsjahre 2003 bis 2007 haben Bayerns Bürgerinnen und Bürger bezahlt“, resümiert Christian Magerl.

Quelle: gruene-fraktion-bayern.de

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