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Frankfurter Flughafen: Zahl der Landungen nach 23 Uhr dramatisch gestiegen – Nachtflugverbot muss wieder hergestellt werden

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Frankfurter Flughafen: Zahl der Landungen nach 23 Uhr dramatisch gestiegen – Nachtflugverbot muss wieder hergestellt werden Janine Wissler - linksfraktion-hessen.de - Foto Hanna Hoeft
(BVP) Der Branchendienst airliners.de hat die Spätlandungen am Frankfurter Flughafen im vergangenen  Jahr ausgewertet. Die Zahl ist demzufolge 2018 deutlich angestiegen und in neun von zwölf Monaten führt Ryanair das Ranking an. Dazu erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Durchschnittlich landeten 2018 drei Flugzeuge pro Nacht nach 23 Uhr – so viele wie nie zuvor. Das ist ein untragbarer Zustand, der abgestellt werden muss, bevor das Nachtflugverbot immer weiter von den Rändern ausgefranst wird. Die Fluggesellschaften müssen dazu gebracht werden, die 23-Uhr-Deadline ernst zu nehmen.“

Dem Planfeststellungsbeschluss zufolge seien verspätete Landungen in der Zeit von 23 bis 24 Uhr nur dann zulässig, wenn sich die Verspätung nicht schon aus der Flugplangestaltung ergebe. Wer sich die Flugpläne und Flugzeug-Umläufe insbesondere von Ryanair anschaue, sehe, dass das nicht zuverlässig funktionieren könne, so Wissler.

„Wir erwarten vom – offenbar auch zukünftigen – grünen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dass er das Nachtflugverbot wieder herstellt, dass den Menschen beim Bau der Nordwestlandebahn versprochen wurde. An sich wären sogar acht Stunden für einen gesunden Nachtschlaf notwendig, momentan gibt es faktisch nicht mal sechs. Außerdem muss die Geschäftspolitik von Fraport endlich vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Der Frankfurter Flughafen braucht keinen Billigflugsteig und nicht noch mehr Dumpingairlines. Die Menschen müssen vor Lärm ebenso geschützt werden, wie vor Sozialdumping

Traurig aber wahr: Die Grünen sitzen seit fünf Jahren auf der Regierungsbank, stellen sogar den Verkehrsminister, doch das Nachtflugverbot wird durchlöchert wie nie zuvor.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag

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