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Fernverkehrsanbindung im Saarland sichern!

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(BVP) Nach aktuellen Medienberichten plant die Deutsche Bahn AG ab 2016, drei Intercityverbindungen im Saarland zu streichen. In diesem Zusammenhang erklären die saarländischen SPD-Bundestagsabgeordneten Heidtrud Henn, Elke Ferner und Christian Petry:
 
Die saarländische Landesregierung hat jahrelang viel Geld in den Ausbau des Nahverkehrs investiert. Durch die Beschaffung modernen Regionalexpresszüge konnte der Nahverkehr in der Region erfolgreich verbessert werden. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Deutschen Bahn AG, die Anbindung des Saarlandes an den Fernverkehr stark auszudünnen, gefährden diesen Erfolg und damit den gesamten Wirtschaftsstandort Saarland.
 
Die Vorteile, die eine IC/EC-Anbindung beinhaltet (Sitzplatzreservierung, Direktverbindungen mit anderen Großstädten, Bedeutungsgewinn für die Region), lassen sich auch mit den modernsten Nahverkehrszügen nicht erzielen. Diese haben darüber hinaus den Nachteil, dass der Fernverkehr bei Verspätung des Nahverkehrs nicht wartet. Das reduziert die Attraktivität des Bahnverkehrs im Vergleich zum Auto oder Fernbus weiter.
 
Es ist nicht hinnehmbar, dass die Deutsche Bahn AG den Ausbau des Nahverkehrs jetzt argumentativ nutzt, um IC/EC-Strecken nach Stuttgart, Heidelberg oder Frankfurt auf ihre Streichliste zu setzen. Klar ist: Die Deutsche Bahn AG hat den Auftrag, die überregionale Zuganbindung im Saarland sicherzustellen. Diesem Versorgungsauftrag muss sie gerecht werden! Es geht darum, dass das Saarland eine umstiegsfreie, regelmäßige Anbindung an den deutschen Fernverkehr behält. Dieser ist zuallererst für die Menschen vor Ort aber natürlich auch für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Saarland unabdingbar.
 
Wir brauchen eine Verbesserung der Fernverkehrsanbindung von und nach Saarbrücken. Die Vorbereitung des Rückzugs der Deutschen Bahn AG aus der Verantwortung für den Fernverkehr im Saarland zeigt, dass sie ihrem Versorgungsauftrag nicht annähernd nachkommt. Wenn wir zulassen, dass Saarbrücken – als einzige Landeshauptstadt Deutschlands! – ihren Fernverkehrsanschluss verliert, wird die Bahn dies als Signal nehmen, sich auch aus anderen, vordergründig nicht lukrativen Gebieten zurück zu ziehen. Dazu darf es nicht kommen.
 
Anstatt den Rotstift an das ohnehin schon dünne Zugverkehrsangebot im Saarland anzusetzen, sollte die Deutsche Bahn AG wieder mehr in die saarländische Fernverkehrsanbindung investieren.

SPD Saar
Pressesprecher
Volker Weber
Talstraße 58
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681 954 48 26
Fax: 0681 954 48 48
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