Tagungshotels und Eventlocations

Bundesverkehrswegeplan 2015: „Wir brauchen nachhaltige Mobilität“

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(BVP) „Die Landesregierung von Ministerpräsident Reiner Haseloff hat mit Ihren Vorschlägen zum Bundesverkehrswegeplan reine Phantasieprojekte angemeldet!“, warnt die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dorothee Berthold. Sie setze mit 80 angemeldeten Projekten im Straßenbau ausschließlich auf neuen Beton, anstatt sich um die Bestandserhaltung zu kümmern. Außerdem missachte sie die Erwartungen der Gesellschaft an die Versorgung mit Bahnlinien.

„Wir brauchen nachhaltige Mobilität. Der unnötige Raubbau an der Natur zugunsten neuer Straßen muss gestoppt werden“, betont Berthold. Als erstes Beispiel nennt sie die Nordverlängerung der A 14. „Hier haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schon seit Jahren eine klare Position: Die Landesregierung muss die vorliegende Alternative, den Ausbau der B 189 mit Überholspuren sowie Ortsumfahrungen, an den Bund zur Prüfung weitergeben. Der Ausbau der B 189 wäre grundsätzlich günstiger, schneller zu realisieren. Er verbraucht weniger Fläche und schont die Natur.“

Die Planung von nicht notwendigen Bundesstraßen und überdimensionierten Autobahnen, die vielfach ohnehin nicht gebaut werden, koste die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen Sachsen-Anhalts Millionensummen, so Berthold weiter. „Vernünftiges Handeln sieht anders aus. Das bei der Phantasieplanung verplemperte Geld könnte beispielsweise für die notwendige Sanierung von Landes- oder Kreisstraßen oder die Bestellung des Winterdienstes verwendet werden“.

Die zentrale Forderung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist die Ertüchtigung des Schienennetzes. Ihm müsse endlich die Priorität eingeräumt werden, die die Gesellschaft erwartet. „Verkürzungen der Fahrzeiten im Schienenpersonenkehr sowie beim -güterverkehr steigern die Attraktivität und den Gewinn“, sagt Berthold, „wir hier in Sachsen-Anhalt brauchen vor allem den Ausbau der Amerikalinie und der zentralen Bahnknoten, um Güter aus den nordwestdeutschen Häfen nach Mittel-/Ostdeutschland auf der Schiene zu transportieren.“ Dabei müsse dem Lärmschutz natürlich eine hohe Priorität eingeräumt werden.

Der Bau des Saalekanals hat hingegen für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN keine Zukunft. Berthold: „Neben den hohen Kosten von deutlich über 100 Millionen Euro, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die herbeigewünschte Saaleschifffahrt vor allem aufgrund der Niedrigwasserphasen der Elbe nicht stattfinden wird. Nur der forcierte Ausbau der Bahninfrastruktur ist die Lösung für einen ökonomischen und ökologischen Gütertransport an Elbe und Saale.“

„Unsere Landesregierung hat 80 Straßenbauprojekte nach Berlin gemeldet – für 4,4 Milliarden Euro! Das ist eine reife Leistung.“

„Die Landesregierung sollte konkret über Beginn und Ende der Bürgerbeteiligung informieren. Sie sollte darüber informieren, wo die Projektbewertungen im Internet abgerufen werden können und in welchen Landes-, Kreis- oder kommunalen Verwaltungen die Unterlagen ausliegen.“

„Alle Aus- und Umbauvorhaben an den Schienenwegen Sachsen-Anhalts sind nicht umsetzbar, wenn die Regionalisierungsmittel so verteilt werden, wie momentan  geplant.“ „Vorrangig sind Straßen-Sanierungsmaßnahmen, der Bau von notwendigen Ortsumfahrungen, die Reduzierung von Verkehrslärm, eine zukunftsfähige Mobilität mit Anreizen für den Umstieg auf Busse, Bahnen und das Fahrrad und die Vermeidung von LKW-Transporten durch Förderung von regionalen Wertschöpfungsketten.“

Dorothee Berthold, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Udo Mechenich
Pressesprecher
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Landtag von Sachsen-Anhalt
Domplatz 6-9
39104 Magdeburg
Tel.: 0391/560-4008
Fax: 0391/560-4006
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de

Schreibe einen Kommentar

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum o. g. Artikel. Beachten Sie, dass wir unseriöse Kommentare, Beleidigungen, Werbung, etc. nicht freischalten. Das Team vom BundesVerkehrsPortal distanziert sich öffentlich und rechtlich von allen publizierten Pressemeldungen und Kommentaren. Es spiegelt nicht die Meinung der Redaktion.