Christopher Vogt: Beide Tarifparteien sollten auf die Verhältnismäßigkeit ihrer Maßnahmen achten

(BVP) Zur aktuellen Diskussion über den erneuten Streik der GDL erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und verkehrs-politische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

„Mir fehlt zunehmend das Verständnis für das Vorgehen der GDL, die seit Monaten alles andere als geschickt agiert. Das Streikrecht ist ein sehr hohes Gut, das wir nicht in Frage stellen, aber beide Tarifparteien sollten auf die Verhältnismäßigkeit ihrer Maßnahmen achten. Die GDL wäre gut beraten, sich mit der Bahn endlich auf einen Schlichter zu einigen.
 
Ich wundere mich aber auch sehr darüber, welche politischen Schlüsse Union und SPD mit dem Tarifeinheitsgesetz aus diesem Streik ziehen. Die Schaffung von Monopolgewerkschaften würde unsere Volkswirtschaft schließlich nicht vor überdrehenden Gewerkschaftsfunktionären bewahren, sondern schlichtweg das Streikrecht zugunsten der SPD-nahen Großgewerkschaften einschränken. Aus unserer Sicht wäre es sinnvoller, wenn das Streikrecht dahingehend reformiert würde, dass sich die Tarifparteien auf einen Schlichter einigen müssen, dessen Schlichtungsspruch verbindlich ist und damit von beiden Tarifparteien respektiert werden muss. Damit könnte man viele Konflikte deutlich verkürzen und würde trotzdem beiden Seiten gerecht werden.“

Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/ 9881488, Mobil: 0160/1595153, Telefax: 0431/9881497, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de/