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15.09.2021 in Autoindustrie, Politik | 5 Kommentare
Bild: Opel
Der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen Klaus Müller wirft der aktuellen Bundesregierung Versäumnisse in wichtigen Politikbereichen vor, unter anderem in der Elektromobilität.
„Wir brauchen dringend einen Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos“, forderte der Verbraucherschützer. Die Bundesregierung habe mit milliardenschweren Subventionen den Markt für neue Elektroautos gefördert, aber den Gebrauchtwagenmarkt sträflich vernachlässigt. Verbraucher, die einen Gebrauchten kaufen wollen, stünden derzeit vor der Frage: „Kann ich mich beim Kauf einer gebrauchten Batterie darauf verlassen, dass sie unabhängig geprüft worden ist und ihr Geld wert ist?“
Die Fahrbatterien von Elektroautos verlieren mit der Zeit an Leistungsfähigkeit. Die Hersteller versprechen zwar meist mindestens 70 Prozent Restspeicherkapazität, die Garantie gilt aber in der Regel nur für acht Jahre und eine begrenzte Zahl an Kilometern. Einrichtungen wie der TÜV bieten die Prüfung von Elektroauto-Batterien an, um deren noch verfügbare Kapazität festzustellen. Es gibt zudem Start-ups, die die „Batteriegesundheit“ ermitteln und so für mehr Transparenz sorgen wollen. Seit Kurzem bietet mit Renault ein erster Hersteller für seine E-Modelle ein leicht zugängliches Batteriezertifikat an.
Der ADAC empfiehlt Käufern gebrauchter Elektroautos, sich vom Anbieter einen Nachweis über die aktuelle Batterieleistung ausstellen zu lassen. Andernfalls könnte aus einem vermeintlichen guten Kauf durch eine schwächelnde oder gar kaputtgehende Batterie eine schmerzhafte Fehlinvestition werden.
Der von Müller angesprochene Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos muss sich noch entwickeln. Batterie-Autos verkaufen sich erst seit wenigen Jahren in größerer Stückzahl. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die heutigen hohen Kaufanreize positiv auf einen späteren Gebrauchtwagenmarkt für E-Fahrzeuge auswirken. Bislang ist das allerdings nicht der Fall: Durch den von Bund und Industrie gewährten Zuschuss für Elektroautos von bis zu 9000 Euro ist die Preisdifferenz zwischen einem neuen und einem gebrauchten E-Auto oftmals zu gering, als dass für Käufer ein Gebrauchtwagen attraktiv wäre. Neben der Förderung der Neuwagen drückt die rasant fortschreitende Technologie den Preis.

Antrieb:

McGybrush meint
15.09.2021 um 12:48
Das müsste doch der Merkt regeln.
Wenn Gebrauchte zu teuer sind und sie keiner kauft dann bleibt der Händler darauf Sitzen.
Daran mag ich aber nicht so recht glauben.
Jeder Händler wird irgendwann den Preis ja soweit anpassen das Ihn doch einer kauft.
Ja das mit dem Akku kann ich verstehen. Aber 8 Jahre und 160.000km ist selbst bei einem 5 Jahre alten gebrauchten mit 100.000km immer noch besser als das was man bei VW beim neuen bekommt.
Ab 160.000km und 8Jahre war man immer im Risiko auch wenn man ein Verbrenner kauft. Eine Verbrenner der bei 160.000km die Probefahrt sauber übersteht kann am morgen danach die Hufe reissen.
Beim Akku glaube ich nicht das es so schnell geht. Egal wie schlecht der Akku schon ist. Er wird nicht von jetzt auf gleich ne biege machen.
Ich denke es wird sich ein Markt für Versicherungen aufmachen was das Thema Gebrauchte angeht.
PharmaJoe meint
15.09.2021 um 12:25
Der Bordcomputer wirft eine Schätzung aus, wie weit der Batteriestand unter Berücksichtigung der Vergangenheit reichen wird. Einen Batteriezustand kann man daraus nicht ablesen.
Aber das BMS kennt den Zustand der Batterie und kann in der Regel ausgelesen werden.
MAik Müller meint
15.09.2021 um 12:39
Der Istzustand nützt mir als Käufer wenig wenn der Akku 2 Jahre Später seinen Geist auf gibt (< 70% Kapazität und Einstellung des Fahrbetriebs aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen im BMS).
Alternativ könnte der Hersteller doch 12 Jahre Garantie geben 🙂
andi_nün meint
15.09.2021 um 12:15
„„Wir brauchen dringend einen Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos““
Ja da drückt man auf einen Knopf und Schwupps ist ein Gebrauchtwagenmarkt da.
Werner Mauss meint
15.09.2021 um 12:07
Die Antwort gibt’s doch schon ein paar Artikel weiter vorher hier bei Ecomento von Renault. Da braucht’s nicht schon wieder unnötig subventionierte Institutionen.
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