Hans Passmann
Mehrere Unternehmen in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta testen jetzt vier Wochen lang einen reinen Elektrobus. Dieser wurde jetzt beim Busunternehmen Nienaber in Sedelsberg vorgestellt.
Sedelsberg Für Uwe Nienaber und seinen Sohn Oliver vom Omnibusbusbetrieb Nienaber aus Sedelsberg steht eines fest: Mit der sich immer schneller vollziehenden Energiewende der Verkehrsbranche tritt die Elektromobilität als volumenstarker Markt in eine neue Phase ein. In ihrer Branche wird in Zukunft der Elektrobus über die Straßen rollen. Schon die gesetzliche Vorgabe sieht vor, dass ab 2030 keine Busse mit Verbrennungsmotor neu zugelassen werden dürfen.
Umso gespannter waren nicht nur die beiden, sondern auch Thomas Bojes (Schomaker Reisen, Lohne), Rainer Kohorst (Kohorst Reisen, Dinklage) Lewin Scholz (Omnibusbusbetrieb Wilmering, Vechta) auf die Probefahrt in Sedelsberg mit dem E-Way-Elektrobus. Michael Voet vom Bushersteller hatte den Elektrobus auf dem Hof Nienaber geparkt. Der E-Way rollt seit Montag für vier Wochen auf den Straßen der Landkreise Cloppenburg und Vechta im Linienbetrieb des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) und wird auf Herz und Nieren getestet. An dem Versuch sind die vier Busunternehmen beteiligt. Jeder Betrieb setzt den Bus eine Woche lang auf den von ihm betriebenen Linien ein. Den Anfang machte Nienaber. Danach kommen Wilmering, Kohorst und Schomaker an die Reihe.
Der E-Way-Elektrobus von Iveco ist zwölf Meter lang. Er verfügt über 31 Sitz- und 37 Stehplätze, er hat drei Eingänge und ist behindertengerecht ausgestattet. Der Bus hat eine Reichweite von 250 bis 300 Kilometern. Für den Einsatz im Linienbetrieb ist diese Reichweite ausreichend, für den Sektor Reisebus derzeit nicht. Der Bus kann über Nacht zwischen den Linienfahrten aufgeladen werden. Dafür benötigt man einen Hochvoltschein.
Je nach Ausstattung kostet der Elektrobus zwischen 450 000 und 600 000 Euro. Für einen konventionellen Bus müsse man, so sagt Uwe Nienaber (Omnibusbetrieb Nienaber), etwa 210 000 bis 220 000 Euro bezahlen.
Um den Elektrobus lenken zu dürfen, braucht man nur den ganz normalen Busführerschein.
Thomas Bojes ließ sich nicht lange bitten und setzte sich nach einigen Einweisungen ans Steuer. Vom Hof Nienaber ging es über die Straße Am Ostermoor zum Kreisel nach Ramsloh und zurück.
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Am Montag testete der Omnibusbetrieb Nienaber den Bus. Schon vorher hatte Oliver Nienaber festgestellt, dass sich ein Elektrobus ganz anders fahre, wie auf Schienen. „Wir müssen in die Zukunft blicken. Der Elektrobus wird kommen und darauf wollen wir uns schon jetzt vorbereiten. Der Gedanke hat sich bei uns verstärkt“, sagte er.
Zwar sei es grundsätzlich so, dass für einen Elektrobus etwa dreimal so viel bezahlt werden müsse, wie für einen normalen Bus, so Michael Voet. Aber umweltfreundliche und -verträgliche Busse würden immer wichtiger, denn bei der Vergabe von Aufträgen werde verstärkt der Umweltgedanke berücksichtigt, fügte Oliver Nienaber hinzu.
Wie es nach der Testphase weitergehen wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Aber es wird nicht der letzte Probelauf eines Busses sein. „Einen wasserstoffbetrieben Bus werden wir auch noch testen“, sagte Thomas Bojes. Doch eine finale Entscheidung hänge nicht alleine vom Gefährt ab. Neben der Busflotte muss auch die Infrastruktur eines Omnibusbetriebes auf die neuen Anforderungen angepasst werden.
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