Führerschein entzogen – Verbesserungen bei der MPU

Führerschein entzogen – Verbesserungen bei der MPU

Ob Alkohol am Steuer oder zu viele Punkte in der Verkehrsregister in Flensburg, es gibt verschiedenen Gründe warum der Führerschein entzogen wird. Wer die Fahrerlaubnis zurückbekommen möchte, muss sich häufig einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung, der MPU unterziehen. War die Untersuchung früher umstritten, sorgen Neuerungen mittlerweile für mehr Transparenz beim Verfahren.

Die Bestandteile der MPU

Ist der Führerschein entzogen, muss man nicht zwangsläufig zur Medizinisch Psychologischen Untersuchung. Nach Ablauf eines bestimmten bzw. vorher festgelegten Zeitraums prüft die Führerscheinstelle vor der erneuten Erteilung der Fahrerlaubnis, ob eine Untersuchung notwendig ist. Durchgeführt werden dürfen die Prüfungen nur von amtlich anerkannten Gutachterstellen.

Am häufigsten wird der Führerschein wegen Alkohol am Steuer entzogen. Bei einem Promillegehalt von 1,6 wird die Untersuchung grundsätzlich angeordnet, ebenso bei einem wiederholtem Führerscheinentzug wegen eines Alkoholdeliktes. Der zweithäufigste Grund für das psychologische Gutachten ist Medikamenten- oder Drogenmissbrauchs. Auch bei einem zu hohen Punktekontostand wird der Führerschein entzogen.

Durch die gesetzlichen Neuerungen kann sich nun jeder Betroffenen auf die Untersuchung vorbereiten, da die Bestandteile öffentlich gemacht werden. Die klaren Prüfungsregelungen sind für jeden nachvollziehbar und an jeder Prüfstelle bzw. in jedem Bundesland gleich.

Eine MPU besteht aus vier Teilen und dauert etwa drei Stunden. Bei der medizinischen Untersuchung wird die gesundheitliche Fitness getestet. Ist die Fahrerlaubnis wegen Alkohol am Steuer entzogen worden muss der Arzt ausschließen können, dass eine Wiederholungsgefahr besteht und ein Kfz sicher geführt werden kann. Hierzu werden die Leberwerte regelmäßig schon vor dem Termin der MPU kontrolliert. Überschreiten sie den Grenzwert, wird der Betroffenen nicht zur Untersuchung zugelassen.

Im Fragebogen werden persönliche Daten, vorhandene Erkrankungen und die Einschätzung der Fahrsituation abgefragt. Im Reaktionstest geht es um die sichere Teilnahme am Straßenverkehr.

Ist der Führerschein entzogen, bildet das psychologische Gespräch einen wichtigen Grundstein der MPU. Hier wird nicht nur der Verlust der Fahrerlaubnis und deren Verarbeitung analysiert, sondern auch eine Prognose für die künftige Teilnahme am Straßenverkehr erstellt. In diesem Gespräch wird überprüft, ob der betroffene Verkehrsteilnehmer seine Fehler eingesehen und das ursprüngliche Verhalten positiv geändert hat.