FREIE WÄHLER setzen sich für Münchner Studenten ein / Piazolo: Semesterticket muss fix eingeführt werden

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FREIE WÄHLER setzen sich für Münchner Studenten ein / Piazolo: Semesterticket muss fix eingeführt werden Michael Piazolo - michael-piazolo.de - FREIE WÄHLER - Reiner Pohl - pohlfoto.de
(BVP) In anderen Hochschulstädten ist es selbstverständlich, während es sich in München lediglich in einer Pilotphase befindet – das Semesterticket für Studenten. Dafür hagelt es jetzt Kritik vom Münchner FREIE WÄHLER-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Michael Piazolo: „Das Semesterticket ist bei den Studenten sehr gefragt. Es kann also nicht sein, dass München als Universitätsstadt es nicht schafft, ein Semesterticket auf lange Frist zu etablieren.“
 
Der Teufel stecke in den Verhandlungen zwischen Studentenwerk München und dem Arbeitskreis Mobilität der Münchner Studierendenvertretungen mit den Münchner Verkehrsunternehmen S-Bahn München, Bayerische Oberlandbahn und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), so Piazolo. Dabei geht es in erster Linie um die Konditionen, zu denen das Semesterticket in München und Umgebung dauerhaft fortgeführt werden könnte.
 
Die Verhandlungen sind jedoch ins Stocken geraten, wie aus einem offenen Brief des Studentenwerks München an Kultusminister Spaenle hervorgeht. Denn: Die Verkehrsunternehmen, insbesondere die MVG, möchten die Ergebnisse einer zweiten Marktstudie zum Mobilitätsverhalten der Studierenden, die vom Münchener Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) als externes Fachgutachten in Auftrag gegeben wurde, nicht als Grundlage für die Angebotskalkulationen eines dauerhaften Semesterticket heranziehen – obwohl die erste Studie laut MVV Mängel aufweist.
 
„Das zweite Gutachten muss in die Verhandlungen mit einbezogen werden und darf nicht einfach ignoriert werden“, fordert Piazolo daher nachdrücklich. Zudem sollen die beiden aus den Gutachten hervorgegangenen Preiskalkulationen auch dem Studentenwerk und den Studierenden offengelegt werden, damit die Verhandlungen wieder aufgenommen werden können. Denn für Piazolo ist eines klar: „Das Semesterticket muss dauerhaft weitergeführt werden und dafür müssen alle Verhandlungsparteien gleichberechtigt in den Prozess mit eingebunden sein.“
 
Quelle: fw-landtag.de

1 Kommentar

  • Ein Realist

    Mehr Sachlichkeit wäre hier wünschenswert:
    1. Auch in anderen bayrischen Städten läuft erst die Pilotphase und stehen deutliche Erhöhungen für ein Semesterticket an.
    2. In München ist das Ticket extrem günstig. Wenn es so günstig bleibt, wären konsequenterweise auch andere Tickets für Sozialgruppen drastisch zu reduzieren, also für Schüler, Senioren, Sozialhilfeempfänger, Auszubildende. Am Ende müssten das die normalen Erwerbstätigen bezahlen oder sogar alle Steuerzahler, also auch diue Radfahrer und Autofahrer.
    3. Wer die Presseveröffentlichungen der Studenten und der Verkehrsunternehmen liest, stellt fest, dass der Landtagsabgeordnete einiges durcheinander gebracht hat. Da gibt es nur eine Studie um deren Qualität gestritten wird. Und da ist ja klar, dass den Studenten jede Studie, die als Ergebnis teurere Preise herausbekommt, nicht passen wird.
    4. Man sollte lieber mal überlegen, dass die Studenten für weniger als 65 Euro ein halbes Jahr lang ganztags an allen Wochenenden (Sa und So) und Feiertagen und werktags nach 18 Uhr im GESAMTEN MVV-Raum fahren dürfen, 65 Euro nicht pro Monat, sondern für 6 Monate! Davon träumt doch jeder Schüler und jede Seniorin!
    5. Und die Zusatzkarte für die Restzeit kann ja kaum teuer sein, sonst würde sie sich je nicht fast jeder Student freiwillig von Semester zu Semester kaufen. Mancher normaler Fahrgast zahlt im Monat fast so viel wie ein Student in 6 Monaten.
    6. Ich sehe jedenfalls nicht ein, wieso ich den Studenten eine billige Fahrkarte finanzieren soll und sie dann noch mir den Sitzplatz wegnehmen oder die eh schon vollen Züge noch voller machen und ich gar nicht mehr reinkomme.

    Ein Realist Freitag, 11. März 2016 22:42 Kommentar-Link

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