Transparenz über die Kosten und Risiken von Stuttgart 21 darf kein Zufall sein

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Transparenz über die Kosten und Risiken von Stuttgart 21 darf kein Zufall sein Sabine Leidig - Deutscher Bundestag - Achim Melde
(BVP) „Das Gutachten ist keineswegs die große Entwarnung, als die der Bahnvorstand es feiert. Es bestätigt vielmehr erneut, dass in dem Projekt Stuttgart 21 enorme Risiken stecken – technisch wie finanziell“, kommentiert die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Sabine Leidig das heute öffentlich gewordene Gutachten der KPMG AG und Erst Basler und Partner AG bezüglich der Kosten des Projekts Stuttgart 21. Leidig weiter:

„Es ist skandalös, dass ein solches Gutachten über das größte Projekt eines öffentlichen Unternehmens geheim ist. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, was mit all den Geldern geschieht, die hier sinnlos in den Stuttgarter Untergrund versenkt werden. Und wenn der DB-Aufsichtsrat sich in knapp zwei Wochen mit der Kostensituation von Stuttgart 21 befasst, dann muss er ebenso auch das – offiziell leider ebenfalls geheime – Gutachten des Bundesrechnungshofs mit in Betracht ziehen.  Dabei muss er den Autoren beider Gutachten sorgfältig auf den Zahn fühlen, um die Wahrheit zu finden. Letztlich lässt sich aber aus beiden Gutachten nur eine Schlussfolgerung ziehen: Stuttgart 21 muss sofort gestoppt werden, um die Bahn nicht in einen Sog von Kostensteigerungen und Risiken hineinzuziehen.“

Quelle: linksfraktion.de

2 Kommentare

  • Roland Reichelt

    Bereits 2x von unmöglichen Kostensteigerungen überrascht; die Wirtschaftlichkeit war schon nach der 1. nicht mehr gegeben. Im Falle des Ausfalles des Tunnelbereiches durch Anhydrid oder Sabotage, Verkehrskollaps nicht nur im Großraum Stuttgart. Trotz oder wegen der spendablen Kostenbeteiligung der Region nicht mal eine Leistungssteigerung darstellbar; dringende Projektoptimierungen werden zum Anlaß für weitere Nachschlagserwartung benutzt. Geheime Gutachten! Der Engelbergtunnel war mit seinem Anhydrid kein Thema; nun muß er aus diesem Grund 5 Jahre saniert werden. Was wird in so einem Fall mit dem Tunnelgewirr, ohne Ausweichstrecken? Betriebs- und Ausfallkosten für die Wirtschaft! Der Bürger wird schon zahlen; und dann endlose Talksendungen zur Analyse warum die AfD so stark sei. Hier nur ein weiterer Grund. Das Kapital zwingt zu unsinnigen Projekten.

    Roland Reichelt Mittwoch, 07. Dezember 2016 14:21 Kommentar-Link
  • Markus Hitter

    Sie hat Recht. Stuttgart 21 ist längst ein Debakel mit Ansage.

    Es gibt so viele schöne und sinnvolle Eisenbahnprojekte, die allesamt besser laufen und für weniger Geld mehr Nutzen bringen. Da wird auch sorgfältig geplant, die Bürgerbeteiligung stimmt, prima Sache. Damit diese anderen Projekte voran kommen, sollte man sich dieses S-21-Klotzes am Bein endlich entledigen.

    Wie sagte der Kommentator auf zeit.de so schön: für die Gesichtswahrung ist Stuttgart 21 zu teuer.

    Markus Hitter Dienstag, 06. Dezember 2016 19:27 Kommentar-Link

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