Verkehrsunfallstatistik 2015: Hessische Polizei setzt richtige Schwerpunkte für Verkehrssicherheit

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Verkehrsunfallstatistik 2015: Hessische Polizei setzt richtige Schwerpunkte für Verkehrssicherheit Jürgen Frömmrich - gruene-hessen.de
(BVP) Die GRÜNEN im Landtag unterstützen die Polizei in ihrem Bestreben, das bereits laufende Schwerpunktprogramm „Verkehrssicher in Hessen“ fortzuführen und zu ergänzen sowie neue Messverfahren zu erproben. „Die Polizeipräsidien werden auf vier Handlungsfeldern besondere Anstrengungen unternehmen: ‚Geschwindigkeit‘, ‚Motorisierte Zweiräder, ‚Güter- und Personenverkehr‘ sowie ‚Schwächere Verkehrsteilnehmer‘. Hier wird es landesweite Aktionswochen geben. Das ist die richtige und notwendige Schwerpunktsetzung“, erklärt Jürgen Frömmrich, innenpolitischer Sprecher der GRÜNEN. Die Verkehrsarbeit der Polizei werde sich vor allem auf Fußgänger und Radfahrerkonzentrieren. Sie seien die schwächsten Verkehrsteilnehmer und daher besonders schutzbedürftig. „Daneben erprobt die Hessische Polizei gemeinsam mit der Physisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig derzeit ein neues Messverfahren. Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs wird dabei durch GPS-Satelliten gemessen. Dadurch wird die Polizei in die Lage versetzt, die Technik ohne Beschränkungen stationär und mobil einzusetzen. Dies wird den Straßenverkehr langfristig sicherer machen.“

Die GRÜNEN im Landtag sind betrübt über die leicht gestiegene Zahl getöteter Verkehrsteilnehmer: „In Hessen starben 2015 leider wieder mehr Menschen als im Vorjahr. Auch wenn noch vor mehr als zehn Jahren nahezu doppelt so viele Tote zu beklagen waren und die Entwicklung insgesamt positiv ist, stimmt uns der Anstieg dieses Jahr sehr nachdenklich. Schließlich steckt hinter jeder Zahl ein menschliches Schicksal. Die gesunkene Zahl der Schwerverletzten kann vor diesem Hintergrund nur ein schwacher Trost sein“, so Jürgen Frömmrich, innenpolitischer Sprecher der GRÜNEN. „Unser Dank gebührt vor allem den Rettungskräften. Sie helfen Menschen in der Not und erfüllen ihre Arbeit dabei oft ehrenamtlich, sehr engagiert und professionell. Dies ist angesichts der emotionalen Belastungen, denen Sie im Rahmen von Einsätzen ausgesetzt sein können, nicht selbstverständlich.“

Die GRÜNEN betonen, dass erhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten sei. „Insbesondere auf Landstraßen haben wir viele Tote und Schwerverletzte zu beklagen. Zu schnelles Fahren ist hier die Hauptursache. Die Devise kann folglich nur lauten: Verstärkte Verkehrspräventionskampagnen, erhöhter Kontrolldruck, mehr Tempolimits, neue Messverfahren zur Geschwindigkeitsermittlung, Fortführung und Weiterentwicklung bestehender Verkehrssicherheitsprogramme, Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel im Rahmen eines integrierten Verkehrskonzeptes. Wer stattdessen nur auf Sicht fährt und ein Recht auf Rasen propagiert, ist eindeutig auf dem falschen Dampfer“, erläutert Frömmrich.

Quelle: gruene-hessen.de/landtag

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