Hans-Olaf Henkel: Der aktuelle Skandal bei Volkswagen ist Symptom der zweifelhaften Verbindung von Staat und Wirtschaft

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Hans-Olaf Henkel: Der aktuelle Skandal bei Volkswagen ist Symptom der zweifelhaften Verbindung von Staat und Wirtschaft Hans Olaf Henkel - European Union 2016 - Source EP
(BVP) Der LKR-Europaabgeordnete Hans-Olaf Henkel plädiert für den Ausstieg der Politik aus Volkswagen als Konsequenz auf den Skandal um die Versuche an Affen mit Abgasen. Nach Ansicht des LKR-Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel steht der Skandal um die Abgas-Versuche in einer langen Reihe von Verfehlungen bei VW, die sich auf die in der deutschen Industrie einmalige Konzernstruktur zurückführen lassen.  Henkel erinnerte in einer Aussprache im Europäischen Parlament am Montag unter anderem an  den Korruptionsskandal um den Betriebsrat 2005 und die Dieselaffäre der jüngsten Vergangenheit. Durch die Verbindung von politischen und betrieblichen Interessen entstehe ein idealer Nährboden für Skandale und Betrug, weil der Anreiz für effektive Aufsicht und Kontrolle fehle. Laut Henkel sollte sich die Politik aus dem Volkswagen-Unternehmen zurückziehen.

Hans-Olaf Henkel sagte:

„Die Verbindung von Staat, Kapital und Gewerkschaften im Volkswagen-Konzern führt zwangsläufig immer wieder zu skandalösen Vorgängen.“

„Mit Unterstützung des Aufsichtsratsmitgliedes Gerhard Schröder heuerte Volkswagen den IG-Metaller Peter Hartz als Vorstand an. Dann wurden nicht nur Prostituierte für Betriebsräte bezahlt, VW stellte auch die Geliebte eines Betriebsrates ein.“

„Bei VW kann man die deutsche Mitbestimmung in ihrer Perfektion und ihrer Perversion studieren: Zehn Arbeitnehmervertreter und dazu noch zwei sozialdemokratische Politiker stehen acht Leuten aus der Wirtschaft gegenüber. Das führt zwangsläufig zuerst zu Kungelei, dann zu Korruption und schließlich zur Verwahrlosung der Sitten, wie der neue Skandal um die Versuche mit Affen wieder einmal zeigt.“ Henkel weiter: „Es wird Zeit, dass sich Staat und Politik aus dem Unternehmen zurückziehen. Wie die meisten seiner Konkurrenten muss VW privatisiert werden.“

Quelle: europarl.europa.eu

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