Thüringer Initiative im Bundesrat erfolgreich: Mehrbelastung für 11.000 Thüringer Autogasnutzer abwenden / Siegesmund: Niedrige Emissionswerte müssen bei Kraftstoff-Besteuerung berücksichtigt werden

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Thüringer Initiative im Bundesrat erfolgreich: Mehrbelastung für 11.000 Thüringer Autogasnutzer abwenden / Siegesmund: Niedrige Emissionswerte müssen bei Kraftstoff-Besteuerung berücksichtigt werden Anja Siegesmund - anja-siegesmund.de
(BVP) Der Thüringer Vorstoß für eine weitere steuerliche Förderung der alternativen Kfz-Kraftstoffe Erdgas und Flüssiggas ist heute im Bundesrat auf breite Zustimmung gestoßen. Damit ist die Bundesregierung aufgefordert, die bisherige Regelung zur Steuerentlastung bis 2023 fortzuführen. „Gasbetriebene Fahrzeuge sind eine wichtige Brückentechnologie auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität. Es wäre ein falsches Signal, würden klimafreundliche Alternativkraftstoffe aus der steuerlichen Förderung herausfallen. Die Klimaschutzziele im Verkehrssektor sind so nicht zu erreichen“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund. Flüssiggas ist einer der saubersten fossilen Energieträger und konventionellen Kfz-Kraftstoffen bei Treibhausgasemission und Feinstaubbelastung deutlich überlegen. Autogas-Pkw stoßen unter realen Fahrbedingungen 51 Mal weniger Stickoxide aus als Dieselfahrzeuge. Beim Feinstaub sind sie auch den Benzinmotoren deutlich voraus, hier sind die Emissionen 99 Prozent niedriger.

Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf sieht einen Abbau der steuerlichen Vergünstigungen für komprimiertes und verflüssigtes Erdgas sowie für Flüssiggas vor. Davon wären in Thüringen 11.000 und bundesweit 480.000 Autogasnutzer betroffen. Eine steuerliche Mehrbelastung würde die Akzeptanz der Alternativkraftstoffe deutlich schwächen. Zudem droht die Ausdünnung des bislang gut ausgebauten Tankstellennetzes.

Quelle: tmuen.thueringen.de

1 Kommentar

  • Martin Weber

    Absurd. Grüne Ministerin fordert Begünstigungen für einen fossilen Kraftstoff. Und der Hofreiter und die Bundesgrünen wollen weg vom fossilen Verbrenner bis 2030.

    Auch die Begründung, dass mit Autogas Stickoxide gegenüber Diesel eingespart wird ist völlig falsch. Autogas ist eine Umrüstnummer. Umgerüstet werden nur Benziner auf Basis Ottomotoren. Unfassbar wie wenig Ahnung Politiker von der tatsächlichen Materie haben.

    Martin Weber Donnerstag, 06. April 2017 08:47 Kommentar-Link

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