Bayern: 13.865 Stunden im Stau / SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher fordert wirksame Maßnahmen zur Stauvermeidung

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Bayern: 13.865 Stunden im Stau / SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher fordert wirksame Maßnahmen zur Stauvermeidung Markus Rinderspacher - markus-rinderspacher.de
(BVP) Autofahrer standen im Jahr 2016 auf Bayerns Autobahnen 13.865 Stunden im Stau, das entspricht knapp 578 Tagen. Innerhalb von zwei Jahren entspricht das einer Erhöhung von 13,2 Prozent. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher an das Innenministerium hervor. Rinderspacher spricht von „bayerischen Blechlawinen von epochalem Ausmaß und Bayern als einem zentralen Stauknotenpunkt in Deutschland und Europa.“ Insgesamt belief sich die bayerische Staustrecke auf 60.999 Kilometer in 6.976 Staus im vergangenen Jahr. „Der bayerische Autobahnstau reicht anderthalb mal um die Erdkugel“, rechnet der SPD-Politiker vor, „die Strecke entspricht dem fast zehnfachen der Entfernung München-New York.“ Jeden Tag gab es letztes Jahr in Bayern 19 Staus. Besonders betroffen war die A9 zwischen Langenbruck und München-Nord mit 396 Staus auf einer Gesamtstrecke von 1.893 Kilometern und mit über 736 Stunden Dauer.

„Der volkswirtschaftliche Schaden durch staubedingte Verzögerungen in Bayern steigt und steigt und steigt“, kritisiert Rinderspacher. Demzufolge sind die rein bayerischen Staukosten von 82 Millionen Euro in 2013 auf 230 Millionen Euro in 2016 binnen drei Jahren um 180 Prozent gestiegen. Laut Antwort der Staatsregierung sind die Hauptursachen der Stauentwicklung seit 2012 durchschnittlich zu 22 Prozent auf ein hohes Verkehrsaufkommen zurückzuführen, in 45 Prozent der Fälle werden Staus durch Unfälle verursacht, in 16 Prozent sind Baustellen Stauursache.

Rinderspacher fordert auf neuralgischen Streckenabschnitten den Ausbau intelligenter Verkehrsbeeinflussungsanlagen einschließlich temporärer Standstreifennutzung, „damit der Verkehrsfluss stabil und die Leistungsfähigkeit auch bei erhöhtem Verkehrsaufkommen aufrechterhalten bleibt“. Im Übrigen sei es notwendig, Teile des wachsenden Lkw-Verkehrs verstärkt von der Straße auf die Schiene zu bewegen und die unterschiedlichen Verkehrsträger mit dem Ausbau von Gleisanschlüssen, Umschlaganlagen und Güterverkehrszentren besser miteinander zu kombinieren. „Wer den Schienenverkehr so vernachlässigt wie die Staatsregierung, darf sich über immer neue Staurekorde auf den bayerischen Autobahnen nicht wundern“, betont Rinderspacher.

Die Prognose für den Schwerlastverkehr auf bayerischen Straßen zeigt einen deutlich überproportionalen Anstieg von 2007 bis 2025 um 40,1 Prozent. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 1,9 Prozent pro Jahr (Verkehrsprognose 2025 als Grundlage für den Gesamtverkehrsplan Bayern).

Quelle: Bayern SPD Landtagsfraktion

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