Kongress Nahverkehr und Tourismus in Potsdam / Schneider: „Beteiligungsschritt zur Mobilitätsstrategie“

Kongress Nahverkehr und Tourismus in Potsdam / Schneider: „Beteiligungsschritt zur Mobilitätsstrategie“

(BVP) Digitalisierung im Nah-Verkehr und Tourismus sind Zukunfts-Themen und ein Baustein der Diskussionen auf dem Weg des Landes zu einer Mobilitäts-Strategie bis zum Jahr 2030. Das betonte heute Infrastrukturministerin Kathrin Schneider auf einem Kongress in Potsdam mit dem Titel „Nahverkehr und Tourismus im Land Brandenburg – Digital. Grenzenlos. Chancenreich“.

Veranstalter waren das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg VBB und die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider: „Der heutige Tag hat für mich einen doppelten Wert: Zum einen ist es eine Fachveranstaltung zu einem Teilaspekt von Mobilität, zum anderen ist es ein Schritt zur Beteiligung von Experten und Fachöffentlichkeit auf unserem Weg der Erarbeitung einer Mobilitätsstrategie. Wir wollen eine breite Debatte über die Mobilität der Zukunft in Brandenburg. Ein wichtiges Thema ist dabei, wie Digitalisierung, Internet und neue Medien Mobilität unterstützen können. Heute diskutieren wir Zukunftsfragen von Mobilität und Tourismus und das gehört zu den vielen Themen, die die Mobilitätsstrategie abbilden soll.“

Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam:  „Die Digitalisierung ist unerlässlich für die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Durch die digitale Vernetzung entstehen neue Mobilitätskonzepte, von denen insbesondere Nahverkehr und Tourismus profitieren werden. Ein Smartphone und dazu eine App – dabei wird es nicht bleiben. Um zukünftig attraktive Mobilitätsdienstleistungen neben dem motorisierten Individualverkehr bieten zu können, sind ganzheitliche, wirtschaftlich tragfähige und zielgruppenorientierte Lösungen erforderlich. Genau da setzen wir an.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: „Immer mehr Touristen entdecken das Land Brandenburg, auf Tagesausflügen und längeren Reisen – das ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die einzelnen Regionen. Voraussetzung für ein nachhaltiges Besucherinteresse ist die gute Erreichbarkeit mit den Öffentlichen Nahverkehrsmitteln. Wichtig ist aber auch, dass man sowohl vor der Reise und als auch unterwegs zuverlässig über An- und Abreisebedingungen informiert wird. Digitale Informationsangebote im Zug, im Bus und an der Haltestelle, digitale Fahrscheinsysteme für VBB-Tickets und auch die bevorstehende Integration intermodaler Mobilitätsinformationen wie Carsharing, Bikesharing und Verleihangeboten in unser Auskunftssystem VBB-Fahrinfo machen das Vorankommen für Stammkunden und für Gelegenheitsnutzer (z. B. Touristen) einfacher und zuverlässiger.“

Dieter Hütte, Geschäftsführer der TMB Tourismus-Marketing-Brandenburg: „Die verkehrliche Erreichbarkeit unserer touristischen Ziele zu sichern und neue Angebote zu schaffen und zu vernetzen, sind wichtige Ziele der neuen Landestourismuskonzeption des Landes Brandenburg, die gerade erarbeitet wird. Auch die Umsetzung einer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie spielt dabei eine zentrale Rolle. Wir sehen viele Möglichkeiten, diese Zielstellungen miteinander zu verbinden. Für das touristische Marketing bedeutet das z.B.: es müssen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die touristischen Informationen digital und hochwertig bereitzuhalten. Verzahnt mit den Verkehrsinformationen ermöglichen wir so perfekte digitale Services für unsere Gäste.“

In Vorträgen und Workshops gingen die Teilnehmenden der Frage nach, wie Tourismus durch gute Angebote und das Nutzen neuer Medien unterstützt und gestärkt werden kann.

Bild: Kathrin Schneider / MIL
Quelle: mil.brandenburg.de