Schneider setzt Spatenstich für Radweg an der L 30

Schneider setzt Spatenstich für Radweg an der L 30 Kathrin Schneider - MIL
(BVP) Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hat heute den ersten Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des neuen Radwegs an der Landesstraße 30 zwischen Wernsdorf und Gosen-Neu Zittau gesetzt. Das Land stellt hierfür knapp 580.000 Euro zur Verfügung. Der Radweg soll Mitte 2017 fertig sein.

Kathrin Schneider: „Für alle Schülerinnen und Schüler aus Wernsdorf, die in Neu Zittau oder Erkner zur Schule gehen, bedeutet der Radweg eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit. Von Nutzen ist er natürlich für alle Bürgerinnen und Bürger. Mit dem Radweg wird es künftig attraktiver das Auto stehen zu lassen und per Rad in die Nachbarorte zu fahren. Das ist auch ein Ziel aus der Mobilitätsstrategie 2030, mit dem wir das Fahrrad verstärkt in den Alltagsverkehr bringen und kurze Fahrten mit dem Auto reduzieren wollen.“

Die Neu Zittauer/Wernsdorfer Straße hat eine große Bedeutung als Verbindung zwischen dem Königs Wusterhausener Ortsteil Wernsdorf und dem Ortsteil Neu Zittau der Gemeinde Gosen-Neu Zittau. Die Strecke ist durch mittlere Durchschnittsgeschwindigkeiten (Temporegelung auf Teilstrecken von 70km/h) bei einer teilweise hohen Verkehrsbelastung geprägt. Die Mitbenutzung der Straße durch die Radfahrende ist nicht ungefährlich.

Im Ortsteil Neu Zittau sowie weiterführend in Erkner befinden sich Grund- und weiterführende Oberschulen sowie Gymnasien. Ein Großteil der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen aus dem Wernsdorfer Einzugsgebiet müssen zurzeit die Landesstraße L 30 zwischen Wernsdorf und Neu Zittau benutzen, um zu ihren Schulen zu gelangen. Zur Verringerung des Unfallrisikos ist eine Verkehrstrennung mit einem extra Radweg erforderlich. Mit dem neuen Radweg werden auch Lücken im vorhandenen Radwegenetz geschlossen.

Der Radweg wird auf einer Länge von knapp 1.900 Metern mit einer Breite von 2,50 Meter gebaut. Die Höhenlage des Radweges wird an die Bestandshöhen des Fahrbahnrandes der Landesstraße angepasst.

Zur Trassenführung des straßenbegleitenden Radweges wurden zwei Varianten untersucht. Beide Streckenführungen sind mit größeren Eingriffen und Beeinträchtigungen des vorhandenen Grünbestandes sowie der vorhandenen Böschungen verbunden. In beiden Varianten wären erhebliche Aufwendungen zur Sicherung und Anpassung der Böschungen, zur Waldumwandlung sowie der Erwerb von Teilflächen von Grundstücken notwendig.

Zum Bau kommt jetzt die nordwestliche Radwegführung. Die Trasse soll vom Ortseingang Wernsdorf auf der westlichen Seite der Landesstraße bis zum Anschluss der Petersstraße im Ortsteil Neu Zittau geführt werden. Die Entwässerung des Radweges erfolgt grundsätzlich frei durch Versickerung in den Randbereichen.

Quelle: mil.brandenburg.de