Solar-Lärmschutzwand: Kein Modellprojekt an der A 10 / Ministerin Schneider informiert Michendorfer Bürgerinitiative

Solar-Lärmschutzwand: Kein Modellprojekt an der A 10 / Ministerin Schneider informiert Michendorfer Bürgerinitiative

(BVP) Verkehrs-Ministerin Kathrin Schneider hat die Bürger-Initiative „Lärmschutz jetzt“, die Gemeinde Michendorf und den Landkreis Potsdam-Mittelmark darüber informiert, dass das Modellprojekt Solar-Lärmschutzwand entlang der A10 bei Michendorf nicht gebaut werden kann. Mit dem Modellprojekt sollte die reguläre Lärmschutzwand mit Solarmodulen von acht auf zehn Meter erhöht werden. Nachdem sich beim ersten Vergabeverfahren kein Investor beteiligt hatte, wurden die Rahmenbedingungen für das zweite Verfahren verbessert. Das daraufhin abgegebene Angebot erfüllt allerdings nicht die Mindestkriterien der Ausschreibung.

„Ich bedauere, dass das Modellprojekt nicht umgesetzt werden kann. Die von den Bürgerinnen und Bürger eingebrachte Idee, den regulären Lärmschutz durch die Kombination mit Solarenergie zu verbessern, war gut. Die höheren Kosten sollten mit der Vergütung für den eingespeisten Solarstrom finanziert werden. Nach dem aber in den vergangenen Jahren die Vergütungen immer weiter gekürzt worden sind, rechnen sich solche Projekte nicht mehr. Auch die besseren Bedingungen für die zweite Ausschreibung haben daran nichts geändert. Die Planfeststellung legt fest, dass für den Fall, dass das Modellprojekt scheitert, der reguläre Lärmschutz umgesetzt wird. Dennoch hat sich das Bemühen der Bürgerinnen und Bürger gelohnt, denn sie haben erreicht, dass beim Ausbau der A 10, Flüsterasphalt verwendet wird, der den Lärm spürbar senkt“, sagte Ministerin Schneider.

Auf einem neun Kilometer langen Abschnitt wird der spezielle Asphalt verwendet und bringt eine deutliche Lärmminderung von 5 dBa. Die Lärmschutzwand wird eine Höhe von acht Metern haben. Im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 11 soll der Berliner Ring zwischen den Autobahndreiecken Potsdam und Nuthetal auf acht Streifen ausgebaut werden. Dies ist notwendig, um die für das Jahr 2025 prognostizierten 126.000 Kraftfahrzeuge pro Tag auf diesem Abschnitt aufnehmen zu können. Mit dem Bau soll im kommenden Frühjahr begonnen werden.

Quelle: mil.brandenburg.de
Bild: MIL / Kathrin Schneider