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Die Bahn ist an einem Wendepunkt angekommen – immer mehr Argumente für Instandhaltungswerk Bremen-Sebaldsbrück

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Die Bahn ist an einem Wendepunkt angekommen – immer mehr Argumente für Instandhaltungswerk Bremen-Sebaldsbrück Claudia Bernhard - linksfraktion-bremen.de - F. Scheffka
(BVP) „Die jüngsten Zahlen zu Zugausfällen und Verspätungen bei der Deutschen Bahn machen klar: Die Bahn ist an einem Wendepunkt angekommen. Entweder die Bundesregierung ändert ihre Bahnpolitik radikal, oder die Bahn gerät in eine Abwärtsspirale, die sie immer mehr ins Hintertreffen bringt. Ausgerechnet in dieser Situation, wo eine Ausweitung von Personal und Standorten in der Instandhaltung das Gebot der Stunde ist, das Werk in Bremen-Sebaldsbrück schließen zu wollen, ist eine vollkommen irrationale Orientierung“, so Claudia Bernhard, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft.

Bernhard: „Wer öfter mit der Bahn fährt, den können die Zahlen kaum überraschen. Der Zustand der Bahn ist ein verkehrspolitischer Skandal. Für einen Termin, zu dem man pünktlich sein muss, fährt man inzwischen ein bis zwei Bahnverbindungen früher – es fällt ja meistens was aus. Menschen stehen immer öfter mehrere Stunden wartend auf den Bahnhöfen herum: Das ist nicht nur ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden, sondern auch ein Raub an Lebenszeit. Aber weder das Management der Bahn, noch die Große Koalition im Bund lernen daraus. Der Bundesverkehrsminister will eine Steigerung der Fahrgastzahlen, ohne die dafür erforderlichen Sanierungsmittel bereitzustellen. Überall verkauft die Bahn ihre Innenstadtflächen zum Höchstgebot und ruiniert dadurch historische Chancen für eine soziale Stadtentwicklung. Dass ausgerechnet die Grünen in dieser Situation eine Teilprivatisierung der Bahn vorschlagen, um dadurch ‚frisches Geld in die Kasse zu bringen‘, ist ökologisch, sozial und volkswirtschaftlich total daneben.“

„In Bremen muss der Senat dringend dafür aktiv werden, dass das Instandhaltungswerk in Sebaldsbrück nicht geschlossen wird - gerade auch nicht die Lokhalle - und Personal aufgebaut statt abgebaut wird. Bremen könnte zu einem zentralen Instandhaltungs-Hub für Norddeutschland werden. Es ist alles da, was man braucht: Qualifiziertes, erfahrenes Personal, eine Lokhalle, ungenutzte Schienen. Statt die Lokhalle abzuwracken, sollte sie so ausgebaut werden, dass dort auch ICEs gewartet werden können. Der Senat muss die neuen Zugausfalls-Zahlen jetzt nutzen, um bei Bundesregierung und Bahn klarzumachen: Ab sofort wird in der Instandhaltung nichts mehr geschlossen, sondern umgekehrt! In diesem Sinne hoffen wir auch auf ein positives Signal zu unserem Antrag, den wir Ende Oktober eingereicht haben. Bremen braucht die Instandhaltung – die Instandhaltung braucht Bremen!“, so Bernhard abschließend.

Quelle: Referent der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft

1 Kommentar

  • Hans Dieter Meyer

    Das Güterwagenwerk der Bahn in Eberswalde zu schließen, hat sich mittlerweile als ein großer Fehler herausgestellt. Es hat sich nunmehr gezeigt, dass die Instandhaltungskapazitäten gerade für Güterwagen nicht ausreichend sind. Das Management der Bahn hat jahrelang das Gegenteil behauptet. Jetzt will man die Lokhalle des Instandhaltungswerk in Bremen Sebalsbrück ebenfalls schließen. Die Aussagen des Bahnkonzerns sind die Gleichen, wie im Fall Eberswalde. In ein paar Jahren wird man dann feststellen, dass die Schließung ein Fehler war. Das Management wurde bis dato sicherlich ausgewechselt. So ist der Kreislauf! Ärgerlich, dass man einen solchen Standort nicht zumindest für Bahnzwecke genutzt hat, wird man sicherlich sagen.
    Helfen wird das den arbeitslosen Eisenbahnern leider nicht. Und den Vorschlag das Werk für ICE' s auszubauen ist kein schlechter. Denn gerade im Fernverkehr hat sich die Bundesbahn in den letzten Jahren wirklich verschlechtert. Und da die Bundesbahn immer noch ein Staatsbetrieb ist, müsste die Bundesregierung diese Schließung eigentlich verhindern. Und was helfen uns da CDU Politiker wie Enak Ferlemann, die sich lediglich in der Presse aufplüstert. Gar nichts! Der Junge muss mal Taten sprechen lassen. Nur Worthülsen allein, helfen da leider nicht. Dann mal ran "Junge von der Küste".. ....nicht nur immer sabbeln!

    Hans Dieter Meyer Freitag, 28. Dezember 2018 11:02 Kommentar-Link

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