Für noch mehr Sicherheit: Umgestaltung von Autobahn-Anschlussstellen

(BVP) Das Energieministerium hat neue Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Verhinderung von Geisterfahrten auf den Autobahnen des Landes noch einmal ausgebaut werden soll. Dafür hat die Straßenbauverwaltung des Landes alle Autobahn-Anschlussstellen im Rahmen von Verkehrsschauen bei Tag und Nacht überprüft und einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erstellt. Zurzeit laufen die letzten Arbeiten, so dass bis zum 1. August 2014 jede Anschlussstelle im Land umgerüstet sein wird.

Verkehrsminister Christian Pegel erläutert dazu: "Im Rahmen möglicher Prävention versuchen wir stetig, in allen Bereichen des Straßenverkehrs die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Mit der Umrüstung der Autobahnauffahrten gehen wir gezielt das Problem von sogenannten Geisterfahrten an."

Zu den Maßnahmen, die an jeder Anschlussstelle umgesetzt werden, gehören beispielsweise neue Schilder. So werden größere Schilder angebracht, die zudem eine nach außen gebogene Form haben, was sie insbesondere für Abbieger besser ins Sichtfeld rückt. Weiterhin sind sie mit einer Folie überzogen, die höhere Reflexionseigenschaften aufweist und die Sperrschilder somit bei schlechter Sicht noch besser erkennbar macht.

Die Fahrbahnmarkierungen werden ebenfalls verbessert, so dass sich beim Überfahren dieser Linien ein deutlich im Fahrzeuginneren hörbarer Dröhneffekt ergibt. Linksabbieger zur Autobahn werden durch zusätzliche Richtungspfeile auf der Fahrbahn unterstützt, so dass der Verkehr in die richtige Richtungsfahrbahn geleitet wird. Auch die neuen Fahrbahnmarkierungen verfügen über eine erhöhte Nachtsichtbarkeit bei Nässe.

Die Gesamtkosten für die Markierungsarbeiten belaufen sich auf 569.930,95 Euro. Die neue Beschilderung schlägt mit 25.811,10 Euro zu Buche. Je Anschlussstelle fallen 10.000 bis 15.000 Euro an Kosten an.

"Falschfahrten sind seltene Ereignisse, die jedoch häufig katastrophale Folgen mit Schwerstverletzten und Todesfällen haben. Daher investieren wir viel in die Verkehrssicherheit", verdeutlicht Christian Pegel.

"Es gibt leider keine hundertprozentige Sicherheit. Wir können aber beim Thema Geisterfahrten alles Machbare bemühen, menschliche Fehler, die nie ganz ausgeschlossen werden können, zu vermeiden. Dort, wo es geht, verbessern wir deshalb die technische Unterstützung der Kraftfahrer", unterstreicht der Minister.

Es gibt insgesamt 47 Autobahn-Anschlussstellen im Land. Die Anschlussstellen im Zuge der Autobahn 14 wurden bereits im vergangenen Jahr umgerüstet. Entlang der Autobahn 24 und der Autobahn 20 sind die Arbeiten ebenfalls abgeschlossen. Die letzten Arbeiten finden bis Ende des Monats an der Autobahn 19 statt. Die Anschlussstellen im Zuge der Autobahn 11 hat das Land Brandenburg im Rahmen eines Ländervertrages im Auftrag ebenfalls bereits im Jahr 2013 angepasst.

Quelle: regierung-mv.de