Jaeger: Verkehrssektor in M-V schnellstmöglich für Elektromobilität und wasserstoffangetriebene Fahrzeuge fit machen

Jaeger: Verkehrssektor in M-V schnellstmöglich für Elektromobilität und wasserstoffangetriebene Fahrzeuge fit machen

(BVP) Anlässlich der Debatte zum Antrag der GRÜNEN für den Einsatz der Landesregierung im Bundesrat zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität äußert Johann-Georg Jaeger, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Landtag: „Wir fordern von der Landesregierung ein stärkeres Engagement beim Ausbau der Elektromobilität und der Verbreitung von wasserstoffangetriebenen Fahrzeugen im Land. Dazu ist ein zügiger Ausbau von Elektro-Ladestationen und die Errichtung von Wasserstofftankstellen notwendig.“

Aktuell werden im Bundesrat ein Gesetzesentwurf aus Hessen und ein Antrag aus Niedersachsen zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität abgestimmt. So sehen die Vorschläge neben Sonderabschreibungen für Unternehmen auch die Zahlung einer Prämie analog zur Abwrackprämie in Höhe von 5.000 EUR beim Kauf eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges durch Privatpersonen vor. Die Fraktionen von SPD und CDU lehnten den Antrag der GRÜNEN im Landtag jedoch ab.
Jaeger: „Dieses Verhalten ist für uns nicht nachvollziehbar, läuft es doch einem Landtagsbeschluss aus dem Januar 2015 entgegen. Dieser Beschluss verpflichtete Landesregierung, sich gegenüber dem Bund für weitere steuerliche Förderungen einzusetzen.“

Während Verkehrsminister Pegel für den Ausbau der Elektromobilität Maßnahmen wie eine Pendlerkampagne und die Einrichtung einer Kompetenzstelle im Land ankündigte, will er den wasserstoffangetriebenen Kraftfahrzeugen und der Errichtung von Wasserstofftankstellen im Land keine politische Aufmerksamkeit widmen. Ein großer Fehler nach Auffassung der GRÜNEN. Jaeger: „Die Vorteile liegen klar auf der Hand, wasserstoffangetriebene Fahrzeuge erreichen eine Reichweite von 400-500 km; im Vergleich zu Elektroautos ist das gerade für ein Flächenland wie M-V ein wichtiger Faktor bei einer Kaufentscheidung für ein umweltfreundlicheres Auto.“

Noch in diesem Jahr will die Bundesregierung aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 50 Wasserstofftankstellen finanzieren. Die GRÜNEN fordern die Landesregierung auf, sich für die Errichtung von drei Tankstellen in M-V einzusetzen, die in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg öffnen könnten. Jaeger:
“Mecklenburg-Vorpommern muss dabei sein, wenn es um die Markteinführung innovativer und CO2-armer Fahrzeuge geht. Eine Förderung der Bundesregierung darf seitens des Landes nicht ungenutzt bleiben, denn nicht zuletzt ist M-V ein Reiseland mit vielen Besuchs- und Durchfahrtsverkehren. Wer ein Fahrzeug mit Wasserstoff fährt, muss hier im Land auch tanken können.“

Bild: pixabay.com

Weike H. Bandlow
Pressesprecherin
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