Jungfernfahrt der ersten auf Rügen gebauten Kleinwegebahn / Glawe: Erfolgsgeschichte aus Mecklenburg-Vorpommern – Tourismus-Macher geben Initialzündungen für das produzierende Gewerbe

(BVP) Auf der Insel Rügen ging am Montag die erste in Binz gebaute Kleinwegebahn („Kap-Arkona-Bahn“) der Firma Sightseeing Trains Rügen GmbH auf Jungfernfahrt. „Die Bäderbahnen sind seit vielen Jahren ein Markenzeichen der Insel Rügen und transportieren zuverlässig Urlaubsgäste zu den touristischen Attraktionen. Jetzt ist ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte gelegt worden. Der in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte und produzierte Zug geht auf seine erste Fahrt für ein Unternehmen aus dem Land. Eine echte Erfolgsgeschichte“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Der Zug trägt den Namen „Greif I“ und kann mit seinen drei Wagen bis zu 165 Personen aufnehmen. Er wird von einem Toyota V8 Motor mit einem kombinierten Gas-Dieselantrieb bewegt. Die Sightseeing Trains Rügen GmbH wurde 2014 als Tochterunternehmen der Jagdschlossexpress und Ausflugsfahrten GmbH mit Sitz in Binz gegründet. Das Unternehmen bringt Besucher unter anderem zum Jagdschloss Granitz, zu den Störtebeker Festspielen in Ralswiek, zum Naturerbezentrum Prora mit dem Baumwipfelpfad und betreibt den Bäderverkehr in Göhren, Baabe, Binz und Sellin sowie zahlreiche andere Ausflugs- und Bäderverkehre. Der neue Zug wurde von der Kap Arkona Bahn GmbH & Co. KG gekauft, die mit der Arkonabahn Besucher vom Parkplatz in Putgarten zum Kap Arkona oder nach Vitt transportiert.

„Nach kurzer, eigener Entwicklungsarbeit hat sich das Unternehmen zu einem Hersteller individueller Wegebahnen entwickelt. Nach dem Bau eines Prototyps sollen die Bahnen nun in Serie in der unternehmenseigenen Produktionshalle hergestellt werden. Und die ersten Rückmeldungen nach einer internationalen Messepräsentation des Prototyps im schwedischen Göteborg sind vielsprechend – die große Nachfrage zeigt, dass unsere ´Macher´ aus dem Tourismus Initialzündungen für das produzierende Gewerbe auslösen können“, sagte Glawe.

Produziert wurde die Kleinwegebahn in der unternehmenseigenen Produktionshalle. Die Gesamtinvestition für den Werksbau in Höhe von rund 800.000 Euro wurde vom Wirtschaftsministerium mit 343.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Mit dem Vorhaben sind zunächst fünf neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Aufgrund der großen Nachfrage sind bereits jetzt zehn Arbeitsplätze entstanden. Vorgesehen ist, jährlich zehn bis zwölf Bahnen zu produzieren.

Quelle: regierung-mv.de