Südabschnitt der B 96n auf der Insel Rügen wird für den Verkehr freigegeben

(BVP) Am Dienstag wird der Südabschnitt der B96n auf Rügen zwischen Altefähr und Samtens Ost für den Verkehr freigegeben. An der feierlichen Freigabe um 11 Uhr nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering und Infrastrukturminister Christian Pegel teil.

Die B 96n verbindet die Insel Rügen mit dem Festland. Gleichzeitig ist sie die Hinterlandanbindung für den Hafen Sassnitz-Mukran. Auf Rügen wird die Bundesstraße im unmittelbaren Anschluss an die bereits 2008 fertiggestellte Strelasundquerung bis nach Bergen als Kraftfahrstraße realisiert.

Durch die neue Anbindung soll die für Touristen attraktive Insel Rügen leichter erreicht werden können. Zudem dient die neue Trasse dazu, Engpässe für den Wirtschaftsverkehr zu beseitigen und so Transportzeiten zu verringern. Insbesondere in den Sommermonaten werden die Kapazitätsgrenzen der alten B 96 oftmals deutlich überschritten. Dies führt zu Staus – insbesondere vor den Knotenpunkten und in den Ortslagen Rambin und Samtens.

Der 20 Kilometer lange Abschnitt der B 96n auf der Insel Rügen ist aufgeteilt in einen 14 Kilometer langen Südabschnitt und einen 6 Kilometer langen Nordabschnitt bis Bergen. Der Südabschnitt ist seit Juli 2011 im Bau. Er reicht von der Anschlussstelle Altefähr bis zur Anschlussstelle Samtens-Ost. Die neue Trasse verläuft in weiten Teilen neben der ursprünglichen B 96, die weiterhin für den langsam fahrenden Verkehr – auch für den landwirtschaftlichen Verkehr und Busse – erhalten bleibt.

Die Kosten für den neuen Südabschnitt belaufen sich auf 96,5 Mio. Euro. Davon werden 49,4 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln bestritten. Die weiteren Kosten trägt der Bund.

Für den Nordabschnitt der B 96n (Samtens – Bergen) hat der Bund im Sommer die Bauzusage erteilt. Daraufhin wurde begonnen, Bauablaufpläne zu erstellen und erste notwendige Vorarbeiten auszuschreiben. Aufgrund dessen wurde eine aktuelle Kostenschätzung erstellt. Diese beläuft sich auf 55,6 Mio. Euro und wurde auch vom Bund so genehmigt. Der Spatenstich soll voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres erfolgen.

Interessierte, die der Freigabe beiwohnen wollen, können mit dem Auto aus Richtung Süden über die B 96n zum Ort der Veranstaltung gelangen. Vor Ort sichern Polizei und die Straßenmeisterei die Zufahrt auf den neuen Abschnitt der B 96n. Fußgänger und Radfahrer haben keine Möglichkeit direkt auf die neue Straße zu gelangen. Sie können die Freigabe von einer Brücke aus beobachten.

Das Verlassen der Veranstaltung per Auto wird nur in Richtung Norden möglich sein. Ab 16 Uhr soll die neue Straße dann in beiden Richtungen befahrbar sein.

Quelle: regierung-mv.de