Mehr Sicherheit auf saarländischen Straßen: Verkehrsministerin begrüßt neue Mitglieder der Unfallkommissionen

Mehr Sicherheit auf saarländischen Straßen: Verkehrsministerin begrüßt neue Mitglieder der Unfallkommissionen Anke Rehlinger - saarland.de - Dirk Guldner
(BVP) Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat die Arbeit der saarländischen Unfallkommissionen gewürdigt. Durch sie sei es möglich, Unfallhäufungen nach fachlichen Mustern und Methoden zu bewerten und einzudämmen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Straßen für die Menschen in unserem Land sicherer zu machen“, schreibt die Ministerin in einem Brief an 15 neue Mitglieder der örtlichen Unfallkommissionen. Sie wurden im Rahmen eines dreitägigen Seminars durch das saarländische Verkehrsministerium mit Beteiligung des Landesbetriebs für Straßenbau und des Landespolizeipräsidiums ausgebildet und werden in Zukunft die saarländischen Straßen auf Herz und Nieren prüfen.

Das Verkehrsministerium als oberste Straßenverkehrsbehörde des Saarlandes hat zugleich den Vorsitz der Verkehrsunfallkommission Saarland inne und ist damit für die Ausbildung der Mitglieder der örtlichen Unfallkommissionen im Land zuständig. Sie haben die Aufgabe, Unfallhäufigkeiten an besonders auffälligen Stellen oder Streckenverläufen im saarländischen Straßennetz zu erkennen, zu analysieren und Maßnahmen zu beschließen, um die erkannten kritischen Bereiche zu entschärfen. Nach einer Beobachtungsphase wird dann ausgewertet, ob die beschlossenen Maßnahmen wirksam sind.

Das Maßnahmenspektrum kann von der Aufstellung eines Verkehrszeichens bis hin zum Umbau einer unfallauffälligen Stelle oder Strecke reichen. Damit werde die Arbeit der Unfallkommission direkt sichtbar und wirke sich erheblich auf den Straßenverkehr aus. Rehlinger: „Tagtäglich sind die Autofahrerinnen und Autofahrer im saarländischen Straßenverkehr auch auf Streckenabschnitten unterwegs, auf denen es häufiger als anderswo Unfälle gibt. Indem sie diese neuralgischen Punkte entschärfen, sorgen die Unfallkommissionen dafür, dass wir am Abend wohlbehalten bei unseren Familien ankommen.“

Im Saarland gibt es in den fünf Landkreisen, dem Regionalverband, der Landeshauptstadt Saarbrücken, den kreisfreien Städten Völklingen und St. Ingbert sowie für die saarländischen Autobahnen insgesamt zehn Unfallkommissionen. Ständige Mitglieder in allen örtlichen Unfallkommissionen sind Vertreter der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaubehörden sowie der Polizei. Dabei ist es insbesondere die Aufgabe der Straßenverkehrsbehörden, die in der Straßenverkehrsordnung festgelegten Verkehrszeichen anzuordnen. Die Baubehörde führt diese Anordnungen und gegebenenfalls erforderliche Baumaßnahmen aus, während die Polizei für die Überwachung sorgt.

Maßgebliche Arbeitsgrundlage der Unfallkommissionen sind bundesweit einheitliche und wissenschaftlich erarbeitete Analysemethoden und Maßnahmenkataloge, die an erkannten Unfallschwerpunkten auf saarländischen Straßen angewendet werden, um das Verkehrsunfallgeschehen positiv zu beeinflussen.
 
Quelle: wirtschaft.saarland.de