Reaktivierung der Hochwaldbahn laut Studie nicht wirtschaftlich

(BVP) Der Umweltausschuss des saarländischen Landtages befasste sich mit der Mobilitätstudie zur touristischen Erschließung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Vorgestellt wurde eine entsprechende Mobilitätsstudie.

Dazu erklärt der Nationalpark-Experte Dr. Magnus Jung – stellvertretender Vorsitzender der Regierungsfraktion SPD: „Damit haben wir jetzt eine fundierte Grundlage für die touristische Erschließung des Nationalparks. Diese neue Studie bestätigt uns darin, dass eine kostenintensive Reaktivierung der stillgelegten Strecke keinen positiven Effekt für den ÖPNV hat und dass der Nutzen durch eine ausschließlich touristisch begründete Wiederinbetriebnahme nur sehr geringe positive Folgen hätte. Die zu erwartenden Kosten stehen demnach in keinem Verhältnis zum Nutzen. Zudem kommt hinzu, dass das Saarland keine Regionalisierungsmittel für eine rein touristische Nutzung einer Bahnstrecke zur Verfügung stellen darf. Insofern macht auch die Übernahme der Trassen-Sicherung durch das Land wenig Sinn.“

SPD-Politiker Jung sieht daher die mögliche Bereitstellung von Millionenbeträgen für die Erschließung und das Betreiben der alten Bahnstrecke äußerst kritisch. Er schlägt als Alternative die Prüfung eines Nationalpark-Radweges vor. „Damit würde der Nationalpark mit dem Ruwertal-Radweg verbunden und somit an die Weltkulturerbe-Stadt Trier angebunden. Man würde dann von Freisen am Bostalsee vorbei zum Nationalpark und bis an die Mosel gelangen können. Das wäre dann in der Tat ein echter Mehrwert und dies zu einem weitaus günstigeren Kostenvolumen. Diese Option sollte jetzt ernsthaft geprüft werden.“

Quelle: spd-fraktion-saar.de