Christopher Vogt: Der Ausfall der Fehmarnsundbrücke wäre eine Katastrophe

(BVP) Zu Medienberichten über den schlechten Zustand der Fehmarnsundbrücke erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

„Die jüngsten Medienberichte über den schlechten Zustand der Fehmarnsundbrücke sind sehr beunruhigend, eine Bestätigung dieser Berichte wäre mit Blick auf das Baujahr der Brücke auch nicht wirklich überraschend. Es war ein gewaltiger Fehler der damaligen Großen Koalition, die alte Sundbrücke als Nadelöhr bei der Hinterlandanbindung der 2008 beschlossenen Festen Beltquerung vorzusehen. Hätte man damals bereits mit der Planung einer geeigneten Alternative begonnen, wäre man jetzt auf der sicheren Seite.

Während unserer Regierungszeit in Kiel haben wir immer wieder davor gewarnt, dass die Sundbrücke zumindest mittelfristig zum Problem werden könnte. Auf Initiative der FDP-Fraktion (Drs. 18/350) hatte der Landtag dann im Frühjahr 2013 immerhin gefordert, ein Ersatzbauwerk in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen.

Die FDP-Fraktion hat nun kurzfristig einen Bericht der Landesregierung auf die Tagesordnung der morgigen (also am 27. August stattfindenden) Sitzung des Wirtschaftsausschusses setzen lassen. Minister Meyer muss erklären, welche Erkenntnisse der Landesregierung zum Zustand des Bauwerks vorliegen und welche Absprachen es zwischen dem Bundes- und dem Landesministerium in dieser Sache gibt. Der Hinweis darauf, dass noch geprüft würde, ist nicht ausreichend.

Sollte tatsächlich ein wie auch immer gearteter Ausfall der Fehmarnsundbrücke drohen, wäre dies nicht zuletzt mit Blick auf die brisante Situation der Rader Hochbrücke ein verkehrspolitisches Horrorszenario, weil dann auch die Zuverlässigkeit der zweiten wichtigen Verbindung nach Skandinavien fraglich wäre. Dies wäre eine Katastrophe, deren Folgen weit über Schleswig-Holstein hinaus zu spüren wären. Unsere dänischen und schwedischen Nachbarn würden die deutsche Infrastrukturkompetenz und Zuverlässigkeit dann wohl endgültig aus gutem Grund in Frage stellen müssen. Diese Blamage muss unbedingt abgewendet werden.“

Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/ 9881488, Mobil: 0160/1595153, Telefax: 0431/9881497, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de/