Durchhalteparolen helfen nicht weiter

(BVP) Zur heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses auf Fehmarn zur Fehmarnsund-Brücke und zur aktuellen Diskussion um die Fehmarnbelt-Querung (FBQ) sagt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:

In der heutigen Sitzung wurde klar: eine neue Lösung für die Fehmarnsund-Brücke wird es nicht so schnell geben. Die Region wünscht sich eine Tunnellösung, vor allem wollen sie nicht die Zeche für eine fehlgeschlagene Planung zahlen.

Nach einer Fertigstellung der FBQ werden zunächst keine Züge auf der deutschen Seite fahren können. Erstaunt hat mich die Aussage der Bahn, dass vor die schnellen ICEs zur Not Dieselloks gespannt werden müssen.

Die Erfahrung bei Großprojekten zeigt, dass die Kosten nur eine Richtung kennen: nach oben. Alle aktuellen Meldungen bestätigen, dass dieses Großprojekt ein Milliardengrab werden wird: der Fährverkehr wird nicht eingestellt werden und es werden immer weniger Fahrzeuge prognostiziert.

Angesichts der stetig steigenden Kosten bröckelt die Jubelstimmung nun auch in Dänemark. Wir erwarten, dass endlich alle Kosten auf den Tisch kommen und eine Generalbilanz vorgenommen wird. Durchhalteparolen helfen hier nicht weiter. Die FBQ ist nicht nur nicht gut gemeint, sie ist dazu auch noch schlecht gemacht.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Schleswig-Holsteinischen Landtag
Claudia Jacob
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