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Oliver Kumbartzky: Landesregierung darf die Pendler nicht hängen lassen

Oliver Kumbartzky: Landesregierung darf die Pendler nicht hängen lassen Oliver Kumbartzky - FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag
(BVP) In seiner Rede zu TOP 29B (Situation der NOB auf der Strecke Hamburg-Westerland) erklärt der Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky: „Seit letzter Woche Freitag herrscht so etwas wie ein Ausnahmezustand auf einigen Bahnhöfen Schleswig-Holsteins, in den Pendlerzügen auf dem Weg von und nach Sylt sowie auf der Insel selbst.

Was die Pendler seit einer Woche aufgrund der Einschränkungen durchmachen müssen, lässt sich unter anderem anhand der Einträge in der Facebook-Gruppe ‚NOB Pendler Husum-Westerland‘ – immerhin 2.978 Mitglieder – nachvollziehen.

Eine Facebook-Nutzerin schilderte heute Morgen ihre Erlebnisse auf dem Weg zur Arbeit: ‚Niebüll: Der Zug, Abfahrt 5:31 Uhr, war noch nicht da, dafür der Zug für 6:01 Uhr. Dort sollten erst mal alle einsteigen bis der andere Zug kommt. Im Zug kam die Durchsage, dass das Zugpersonal um 2:00 Uhr nachts geweckt wurde, um den Zug für 6:01 Uhr bereitzustellen, da der für 5:31 nicht da sei und somit ausfällt. In Langenhorn wusste keiner Bescheid, da war plötzlich ein Bus erschienen und hat alle Zugreisenden nach Niebüll gebracht. Vorab gab es keine Informationen. In Niebüll gab es dann wie aus dem Nichts reichlich Kaffee umsonst. Katastrophe.‘

Die Menschen drängen sich auf den Bahnsteigen – es gibt großes Gedränge, beinahe tumultartige Szenen, wenn die Menschen in die Züge einsteigen wollen. Einige Fahrgäste kollabieren in den Zügen.

Eine weitere Facebook-Nutzerin schildert ihre Eindrücke von heute Morgen wie folgt: ‚Zug 7:00 ab Husum hat einen Wagen. In Worten: Ein! Kurzzug! Das ist wirklich unverschämt – dann lieber kein Zug.‘

Ein andere Facebook-Nutzer schreibt: ‚6:12 ab Klanxbüll in Doppelreihen in den Gängen. Hut ab NOB.‘

Der Schienenpersonennahverkehr ist aus den bekannten Gründen stark eingeschränkt – die Entscheidung, dass die Wagen der NOB aus sicherheitsrelevanten Gründen aus dem Verkehr gezogen worden sind, ist nachvollziehbar.

Die NOB ist dabei, die Kapazitäten zu erhöhen, dass es nicht einfach ist, 90 Reisezugwagen zu ersetzen, ist ebenfalls nachvollziehbar. Aber nichts desto trotz sind die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend. Für die Fahrgäste – die Pendlerinnen und Pendler - wie auch für das Zugpersonal ist die Situation katastrophal.

Dass damit auch das Leben und Arbeiten auf der Insel betroffen ist, ist logisch. Kindergärten, der Schulbetrieb sowie der Dienstleistungssektor – der Personalmangel beeinträchtig alle Bereiche.

Wir fordern die Landesregierung auf, tätig zu werden. Lassen Sie die Menschen an der Westküste nicht hängen!

SPD, Grüne und SSW schreiben in ihrem Änderungsantrag, dass sie erwarten, dass die beteiligten Bahnunternehmen die Verkehre in Kürze so organisieren, dass es zu einer spürbaren Verbesserung der Abläufe im Bahnverkehr nach Sylt kommt. Ja, natürlich sind die beteiligen Bahnunternehmen gefordert. Aber auch hier gilt: Lassen Sie die Unternehmen nicht im Stich, sondern unterstützen Sie sie. Ziehen Sie sich nicht aus der Verantwortung. Zeitnahe und wirksame Lösungen müssen her. Die Pendler brauchen endlich ein vernünftiges und effektives Krisenmanagement.

Wir wollen, dass der Wirtschaftsminister über die eingeleiteten Maßnahmen im nächsten Wirtschaftsausschuss am kommenden Mittwoch berichtet.“

Quelle: fdp-fraktion-sh.de