Positive Nutzen-Kosten-Analyse für die S21: Hamburg und Schleswig-Holstein setzen Planungen für die S-Bahn zwischen Kaltenkirchen und Hamburg fort

(BVP) Die so genannte „Standardisierte Bewertung“ der geplanten S-Bahn S 21 von Kaltenkirchen nach Hamburg ist jetzt mit einem positiven Ergebnis zu Ende gegangen. Das teilten am 15. Dezember Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein Hamburger Amtskollege Frank Horch nach einem Treffen in Hamburg mit. Der von beiden Ländern beauftragte Gutachter Intraplan habe in dem Standardverfahren für die Bewertung von Eisenbahninfrastrukturprojekten einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,12 ermittelt. Das bedeutet, dass der volkswirtschaftliche Nutzen des Projektes 1,12 Mal größer ist als die Kosten, jeder eingesetzte Euro rentiert sich mit 12 Prozent. Ein Nutzen-Kosten-Faktor oberhalb von eins ist erforderlich, damit Schieneninfrastrukturprojekte aus Bundesmitteln förderfähig sind.

Damit können nach den Worten von Meyer und Horch die weiteren Planungsschritte nun vollendet werden. Die beiden Länder hatten bereits im März 2014 die AKN Eisenbahn AG mit der Entwurfsplanung für das Projekt beauftragt. Ziel ist im dritten Quartal 2015 die Planfeststellungsverfahren starten zu können.

Bei der Standardisierten Bewertung wurden die folgende Infrastruktur und der folgende Betrieb unterstellt:
- Die Strecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen wird vollständig zweigleisig ausgebaut (inkl. Ausfädelung Eidelstedt und Quickborn – Tanneneck).
- Die S 21 verkehrt künftig durchgängig vom Hamburger Hauptbahnhof über Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen (Gesamtlinie Kaltenkirchen – Aumühle).
- Eine neue Linie S 32 verkehrt zwischen Elbgaustraße und Hamburg Hauptbahnhof zur Hauptverkehrszeit.

Ein Zwischenergebnis der Standardisierten Bewertung lag bereits Ende 2013 vor. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich jedoch darauf verständigt, zunächst weitere Varianten mit zu betrachten, um ein für beide Landeshaushalte wirtschaftliches Betriebskonzept zu erreichen. Dabei ging es unter anderem um die Fragen, welcher Infrastrukturausbau nötig ist und welche Linienführung die S 32 bekommen soll.

Quelle: schleswig-holstein.de