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Elektromobilität: Umweltministerin bringt Thüringer Nahverkehr und Elektrobus-Praxis in Baden-Württemberg zusammen

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Elektromobilität: Umweltministerin bringt Thüringer Nahverkehr und Elektrobus-Praxis in Baden-Württemberg zusammen Anja Siegesmund - anja-siegesmund.de
(BVP) Siegesmund: „Wir wollen zeigen, dass die Zukunft im Nahverkehr den Elektrobussen gehört – klimaschonend, sauber und leise.“ Umweltministerin Anja Siegesmund startet heute mit Thüringer Nahverkehrsunternehmen nach Baden Württemberg. Neben Vertretern von sieben Thüringer Regionalbusanbietern reisen Verkehrsexperten und Wissenschaftler zum Erfahrungsaustausch über den Praxisbetrieb von Elektrobussen. Ministerin Siegesmund trifft vor Ort auch den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann und Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart.

„Wenn wir Klimaschutz wirklich ernst meinen, dann braucht der Verkehrssektor einen Schub - hin zu C02-freien Antrieben. Dazu gehört auch ein Nahverkehr, der konsequent auf Elektromobilität setzt, angetrieben mit erneuerbaren Energien“, sagt Umweltministerin Anja Siegesmund zum Start der 3-tägigen Reise. „Welche Technik konkret sich am Ende durchsetzt wird, ist noch offen. Sauber muss sie sein. Dass verschiedene Optionen in der Praxis funktionieren, will ich den Thüringer Unternehmen auf dieser Fahrt zeigen“, so die Ministerin.

Insbesondere Fragen zum wirtschaftlichen Betrieb oder der Zuverlässigkeit im Alltag stehen im Mittelpunkt des Interesses. Welche Technologie wird sich in welchem Einsatzfeld durchsetzen? Haben Hybrid, der reine Batteriebetrieb oder die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle die Nase vorn? Der Austausch unter Praktikern soll vor allem Skepsis gegenüber Elektromobilität abbauen. Bislang haben in Thüringen die Jenaer Verkehrsbetriebe angekündigt, ihre Busflotte bis 2035 komplett auf Elektroantrieb umzustellen.

Erster Stopp am Mittwoch ist der gemeinsame Besuch mit dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Herrmann im Mannheimer Bombardier-Werk. Der kanadische Zughersteller entwickelt skalierbare Batteriesysteme, die u.a. in Straßenbahnen oder Bussen zum Einsatz kommen. Das ermöglicht Straßenbahnen den Teilbetrieb auf oberleitungsfreien Strecken.

In Stuttgart steht am Nachmittag der Besuch der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) auf dem Programm. Bei ihren Bussen setzt die SSB auf ausgewählten Strecken auf emissionsarme Diesel-Hybrid-Busse sowie emissionsfreie Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Abschließend geht es zum Expertengespräch in das baden-württembergische Verkehrsministerium und zum Treffen mit dem Stuttgarter Oberbürgermeister.

Am Donnerstag endet die Tour in Künzelsau mit dem Besuch der Firma Ziehl-Abegg. Das Unternehmen entwickelt u.a. elektrische Radnabenantriebe für Linienbusse. Antriebe dieser Art sind sehr effizient, da sie in der Mitte des Rades sitzen. Bewegliche Teile wie Getriebe zur Kraftübertragung sind nicht nötig. Damit können etwa ausgemusterte Dieselbusse für den Elektro-Betrieb umgerüstet werden.

Hintergrund

Das Thüringer Umweltministerium fördert Modellprojekte mit Elektro-Bussen im Thüringer Nahverkehr. Für die Förderung stehen bis 2020 insgesamt 14 Mio. Euro bereit. Der erste Förderbescheid über ca. 2,2 Mio. EUR aus dem Programm ging im April 2018 nach Jena. Die Saalestadt will im kommenden Jahr eine Linie elektrisch bedienen. Bis 2035 soll die gesamte Bus-Flotte umgestellt sein.

Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Verkehrsinfrastruktur Dresden und dem Institute EBF GmbH Dresden hatte das Thüringer Umweltministerium Machbarkeitsstudien für den E-Bus-Betrieb in 10 Thüringer Städten erarbeitet.

Quelle: THÜRINGER MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE UND NATURSCHUTZ

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