Instandsetzung der Brücke über die DB bei Anklam / Ab Mittwoch beginnen die Arbeiten zur Instandsetzung der Brücke über die Bahnanlagen der DB AG im Zuge der B 109 bei Anklam

(BVP) Autofahrer müssen sich ab Mittwoch auf kurzzeitige halbseitige Verkehrseinschränkungen aufgrund von Vermessungsarbeiten und anderen vorbereitenden Maßnahmen einstellen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Bundesstraße zweispurig ohne Verkehrseinschränkungen befahrbar. Eine dauerhafte halbseitige Verkehrsführung aufgrund der Instandsetzungsarbeiten an der Brücke beginnt im kommenden Jahr (ab 4. Januar 2016). Der Verkehr wird auf einer Fahrspur wechselseitig per Ampel durch die Baustelle geführt.

In einem 1. Bauabschnitt wird der östliche Brückenteil saniert. Vorgesehen ist es, die notwendigen Arbeiten bis Ende Juni 2016 abzuschließen. Mit Beginn der Hauptreisezeit Anfang Juli bis Ende November 2016 finden Arbeiten unterhalb der Brücke ohne Einschränkungen des Verkehrs auf der Brücke statt.

Die Arbeiten am 2. Bauabschnitt beginnen im Dezember 2016 und sollen bis Ende Juni 2017 abgeschlossen sein. Restarbeiten enden voraussichtlich im August 2017.

Nach Ausschreibung und Zuschlagserteilung belaufen sich die Kosten für die Baumaßnahme auf rund 2,1 Millionen Euro. Die Kosten trägt der Bund.

Während der gesamten Bauzeit erfolgt eine Verkehrslenkung über nah- und weiträumige Entlastungsstrecken von und zur Insel Usedom. Diese Maßnahmen dienen der Reduzierung des Verkehrs im Baustellenbereich.

Im Zuge der gesamten Baumaßnahme sind innerhalb von 22 Monaten sechs dreitägige Vollsperrungen erforderlich. Die konkreten Termine der Vollsperrungen ergeben sich im Zuge des Bauablaufs und werden gesondert so früh wie möglich öffentlich gemacht. Hauptreisetage beispielsweise vor oder nach Feiertagen sind von Vollsperrungen frei zu halten. An den wenigen Tagen der Vollsperrung ist eine Umleitung des Verkehrs über Jarmen, Gützkow und Züssow mit einer Mehrlänge von ca. 65 Kilometern erforderlich.

Die Brücke besteht aus fünf Teilbauwerken. Durch Bewegungen der Fertigteile untereinander entstanden Spannungen, die zu Rissen im Bauwerk geführt haben. In der Folge drang Feuchtigkeit in den gesamten Überbau ein. Durch Tausalz und das eingedrungene Wasser wird in einer chemischen Reaktion die Festigkeit des Betons verringert. Es entstehen Risse und so kommt es zu Frostschäden in den Wänden. Ohne kurzfristige Sanierung ist die Brücke nicht zu retten.

Um die Brücke zu stabilisieren, werden in die vorhandenen Fertigteile Dübel eingeklebt und zusätzlich eine neue Betonplatte aufgetragen. So werden künftig Bewegungen der Einzelteile verhindert. Um den Unterbau zu sichern, wird die Brücke neu abgedichtet. Der Unterbau erhält innen und außen eine Betonsanierung. Die vorhandenen Risse werden geschlossen. Die Außenflächen werden zum Schutz gegen Tausalz beschichtet.

Die vorhandenen Schäden wurden im Rahmen von turnusmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen an der Brücke festgestellt. Die Zustandsanalyse der Prüfungsergebnisse ergab:

- Risse im Fahrbahnbelag
- Schäden an den Betonschutzwänden
- Abplatzungen und Risse an den Gesimsen
- Diverse Feuchteschäden auf Grund defekter Dichtung (Stalaktitenbildung)
- Abplatzungen, Risse und Aussinterungen an den Wänden
- Netzartige Risse an den Wänden
- Abplatzungen an den Fugenflanken der Bauwerksfugen Setzungen in den Hinterfüllbereichen

Quelle: regierung-mv.de