Christopher Vogt: Was er seinen Amtsvorgängern immer vorgeworfen hat, macht Meyer nun selbst

(BVP) Zur heutigen Berichterstattung zur A20 erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:

„Ich kann diese Entscheidung des Verkehrsministers nicht so recht nachvollziehen: Noch in der vergangenen Woche meinte Herr Meyer uns im Landtag belehren zu müssen, dass bei der Planung der A20 Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen müsse, um die A20 erfolgreich voranzubringen. Damit wollte er erneut rechtfertigen, dass er die Planung aller A20-Bauabschnitte mit Verweis auf das Leipziger Urteil zu den Segeberger Fleder- und Haselmäusen aus koalitionstaktischen Gründen bis zum Wahltermin 2017 verzögern will.
 
Anders als der Verkehrsminister bin ich der Meinung, dass Gründlichkeit und Schnelligkeit kein Gegensatz sein müssen. Man kann, wenn man denn will, auch schnell und gründlich arbeiten. Während sich Minister Meyer bei der A20 sonst übervorsichtig zeigt und in dieser Legislaturperiode aus politischen Gründen keinen Meter A20 bauen möchte, meint er nun, bei der Planung der Elbquerung den Macher geben zu müssen.
 
Herr Meyer will wohl nicht weiter als Blockierer dastehen und fällt nun von einem Extrem ins andere. Er macht genau das, was er seinen Amtsvorgängern, die ja größtenteils zusammen mit seiner SPD regiert haben, bisher immer vorgeworfen hat: Er geht mit der Brechstange vor, und ich fürchte, dass sich dies für das Land noch rächen wird. Ich kann zwar nachvollziehen, dass Herr Meyer an dieser Stelle auf die Umweltverbände, die in Absprache mit den Grünen eh klagen werden, kaum noch Rücksicht nehmen will. Ich halte es jedoch für fatal, nicht etwas mehr Rücksicht auf die sicher berechtigten Interessen der betroffenen Kommunen und Anwohner zu nehmen.

Die A20 ist in der Region gewollt, da sollte jeder unnötige Konflikt vermieden werden, da ja leider auch die Finanzierung der Elbquerung immer noch unklar ist."

Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/ 9881488, Mobil: 0160/1595153, Telefax: 0431/9881497, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de/